Dieses Jahr ist alles anders! Das Corona-Virus und der Lockdown haben unsere Planungen erst mal über den Haufen geworfen. Aber die Hoffnung auf die Durchführung unserer Tour haben Werner und ich nicht aufgegeben.

Rechtzeitig zur Tagestour am 4.07.2020 in den Tannheimer Bergen kamen einige Lockerungen, die Erlaubnis zu Fahrgemeinschaften mit Maskenpflicht und die Grenzöffnung nach Österreich. Im Vorfeld mussten wir alle die Einhaltung der Corona-Regeln bestätigen. Der Wunsch nach gemeinsamen Touren war aber allseits so groß, dass wir mit voller Teilnehmerzahl von 10 Personen unsere Tour durchführen konnten.

Wir trafen uns an der Sportanlage Süd, eine bunte Truppe von jung bis „rüstige Senioren“ und fuhren mit 3 Pkw (jeweils mit 4 Personen besetzt) ins Tannheimer Tal. Das Wetter spielte mit, Sonne und Wolken im Wechsel und nicht zu heiß. Wir parkten am Parkplatz Schneetalalm und stiegen mit schönen Blicken auf den Haldensee zum Sabachjoch hinauf. Am Westgrat der Schneidspitze mussten im unteren Bereich einige rutschige Passagen bewältigt werden (aufgrund des Regens der Vortage und der zunehmenden Erosion am Hang). Danach ging es auf dem schmaler werdenden Gratweg mit kurzen Felskontakten zum kecken Gipfel der Schneidspitze.
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Dort genossen wir die schöne Aussicht auf die Tannheimer und Lechtaler Gipfel sowie direkt im Norden in die Südwand der Gehrenspitze. Der „Duft“ der Hinterlassenschaften von Schafen und Ziegen ließ uns aber bald aufbrechen. Über den Nordostgrat stiegen wir zum Gehrenjoch hinab, wo wir auf einige Übeltäter der Geruchsbelästigung vom Gipfel trafen, eine Ziegenherde!

Der Weiterweg führte uns auf aussichtsreichem Höhenweg zur Lechaschauer Alm. Hier hatten wir etwa Halbzeit der Tour und gönnten uns eine Einkehr. Passenderweise waren gerade 2 Sechsertische frei geworden, Glück muss man haben!

Frisch gestärkt traten wir den Aufstieg auf den Reuttener Hahnenkamm an. Da die Hahnenkammbahn derzeit eingestellt ist, war auch der Gipfel weniger besucht als sonst. Weiter ging es auf unserem Höhenweg zur Gaichtspitze. Hier war beim Gipfelanstieg eine drahtseilgesicherte Rinne zu ersteigen, was alle gut bewältigten. Dann noch ein kurzes Stück Aufstieg im Wiesengelände und wir waren auf unserem 3. Gipfel angelangt. Belohnt mit einer traumhaften Rundsicht gab es eine verdiente Gipfelrast, bevor der Abstieg nach Gaicht mit seinen schönen alten Holzhäusern und die Querung zum Schneetalparkplatz nochmal etwas Kondition erforderten.
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Vielen Dank an unsere treuen und ausdauernden Teilnehmer, dass sie trotz aller Corona-Einschränkungen diese Tour ermöglicht haben, es hat Werner und mir großen Spaß mit Euch gemacht!
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