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Weltklimastreiktag TitelbildCorona-bedingt lagen die „Fridays For Future (FFF)“-Aktivitäten in den letzten Monaten mehr oder weniger auf Eis. In Augsburg wurde daher Anfang Juli das „Augsburger Klimacamp“ am Rathausplatz eingerichtet, wo die jungen Aktivisten mit Vorträgen, Filmen, Workshops und politischen Aktionen für lokalen und globalen Klima-, Natur- und Umweltschutz demonstrieren. Aber nun wird man wieder fürs Klima auf die Straße gehen: am Freitag den 25. September 2020 ist Weltklimastreiktag!

Das Augsburger Klimakamp machte erst vor kurzem mit einer öffentlichkeitswirksamen Klimaprojekt auf sich aufmerksam: Die Aktivisten*innen hatten in der Maximilianstraße ein Hochbeet auf einem Parkplatz aufgestellt, um Raum für drei Fahrräder und eine kleine natürliche Oase für Insekten zu bieten. Allerdings wurde das Hochbeet bald darauf von der Stadt Augsburg entfernt, da es sich um eine „rechtswidrigen Eingriff in den öffentlichen Verkehrsraum“ handele.

Das wird am 25. September 2020 anders: der von der FFF-Bewegung organisierte Weltklimastreiktag mit dem Motto #KeinGradWeiter ist eine offiziell angemeldete und genehmigte Veranstaltung. Bundesweit werden in hunderten Städten unter Einhaltung der Corona-Hygieneauflagen Protestaktionen stattfinden, um auf die Dringlichkeit und globale Ungleichheit der Klimakrise aufmerksam zu machen. Zudem wird es weltweit Aktionen und Streiks zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze geben. In Augsburg trifft man sich dazu um 17 Uhr auf dem Rathausplatz. Geplant ist eine Radl-Demo. Zahlreiche Teilnahme erwünscht!

Weitere Informationen unter: https://fridaysforfuture.de/pm-fridays-for-future-kuendigt-globalen-klimastreik-fuer-den-25-september-2020-an/ und https://www.fff-augsburg.de/

Nachstehend noch einige Bildimpressionen vom Augsburger Klimacamp:

Weltklimastreiktag Bildblock Vs3

Vergleiche zum Augsburger Klimacamp außerdem ...

Und zum letzten Klimastreiktag Ende April nochmals ...

Titelbild: Plakat „Weltklimastreiktag“ in Augsburg, Aushang am Augsburger Klimacamp
Bildblock: Impressionen vom Augsburger Klimakamp
Alle Fotos von Dr. Jochen Cantner

Drei KEYC Thu Quali 172letterwettkämpfe innerhalb einer Woche liegen hinter uns. Los ging es am 12.-13. September mit der Bayerischen Meisterschaft Lead. Am 18.-19. September fand der European Youth Cup (EYC) statt und am 19.- 20. September ging die Deutsche Meisterschaft Bouldern im DAV Kletterzentrum Augsburg, Landesleitungszentrum Augsburg über die Bühne.

Coronabedingt waren bei allen drei Wettkämpfen leider keine Zuschauer*innen zugelassen. So fanden bei bestem Wetter die Wettkämpfe in einer ruhigen, aber spannungsvollen Atmosphäre im DAV Kletterzenrum Augsburg, Landesleistungszentrum Bayern statt. Alle Starter*innen, Betreuer*innen, Sicherungspersonal, Helfer*innen und die Jury hielten sich bei diesen beiden Wettkämpfen ausnahmslos an die Corona-Bestimmungen und die Maskenpflicht. An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen Helfer*innen für ihren unermüdlichen Einsatz unter diesen erschwerten Bedingungen.

Damit alle Kletterbegeisterten und Interessierten trotzdem an den Wettkämpfen teilhaben konnten, wurden alle drei Wettkämpfe über den Livestream übertragen. Und was die Zuschauer in diesen vier Tagen zu sehen bekamen, war definitiv spektakulär.


Baye
rische Jugendmeisterschaft Lead, 12.-13. September

Damit Bild 1 Sandra Hopfensitzsich die Gruppen nicht zu stark mischten, wurden die Wettkämpfe diesmal in die Gruppen aufgeteilt. Qualifikation und Finale fanden direkt nacheinander statt. So starteten am Samstag die Jugend D und C, am Sonntag die Jugend B und A.

Aus der Augsburger Sicht gestaltete sich vor allem der Sonntag als spannend. So kamen doch gleich drei Kletterer*innen aus der Augsburger Sektion auf das Siegertreppchen.

Mit einer mehr als souveränen Leistung kletterte unsere Lokalmatadorin Sandra Hopfensitz auf den 1. Platz in der Jugend A. Sie zeigte bereits in der Qualifikation Höchstleistung. Im Finale legte sie aber noch einen Zahn zu und hängte ihre Konkurrenz weit ab. Sie kletterte sich im wahrsten Sinne des Wortes an die Spitze, in dem sie als einzige Starterin der Jugend A das Top, also das Ende der Route, erreichte. Magdalena Schmidt, die zweitplatzierte, erreichte die Höhe 32+. Dies entsprach ungefähr der Hälfte der kompletten Route.

In der Jugend B, ebenfalls mit einer souveränen Leistung, erklomm Max Dinger den 1. Platz. Eigentlich startet er momentan noch für die Sektion Krumbach. Da er aber regelmäßig im Kletterzentrum des DAV Augsburg trainiert und auch Ende des Jahres zum Augsburger Verein wechselt, wird er heute schon als Teil des Augsburger Teams angesehen. Auch zukünftig können wir uns hier noch auf großartige Leistungen freuen.Bild 2 Helferteam

Einen völlig unerwarteten und daher umso grandioseren Sieg schaffte Annika Müller, die in der weiblichen Jugend B startete. Nach einem verletzungsbedingten, langen Ausfall war dies ihr erster Wettkampf und sie zeigte sofort, dass man sie auf keinen Fall unterschätzen sollte. So kletterte sie sich souverän auf den 3. Platz in der Jugend B weiblich.

Auch Benno Haffner und Theresa Grimm aus Jugend B und Noa von Gunten, Nikola Petrus Sedlmayr und Nele Haffner aus Jugend A erzielten hervorragende Ergebnisse.

Alle Informationen zum Wettkampf und die Ergebnislisten finden Sie auf der Website des Bergsportfachverbandes.


European Youth Cup

EYC Thu Quali 175Besonders freute es uns, die europäische Jugend vom 17.-18. September in Augsburg begrüßen zu dürfen. Der EYC war in diesem Jahr etwas ganz Besonderes, da er der einzige internationale Wettkampf in der Kategorie Lead war. Insgesamt nahmen Teams aus 16 verschiedenen Nationen teil. Am Donnerstag fanden die Qualifikationen statt, am Freitag folgten dann die Finale. Gekämpft wurde in den Kategorien Jugend A und B sowie die Junioren. Gerade die unterschiedlichen, persönlichen Kletterstile der verschiedenen Nationen machten den Wettkampf zu einem besonderen Erlebnis. Die Athleten*innen schenkten sich nichts und kämpften mit allen Finessen. Doch spätestens an den Tops kristallisierten sich die Besten heraus.

Zum Schluss hießen die Gewinner in der Jugend A Lucija Tarkus (SLO) und Mejdi Schalck (FRA). In der Jugend B bestiegen Aleksandra Totkova (BUL) und Luka Jerman (SLO) das Siegerpodest. Eliska Adamovska (CZE) und Stefan Scherz (AUT) entschieden den Juniorenwettkampf für sich. Als einzige deutsche Gewinnerin schaffte es Hannah Meul auf den dritten Platz bei den Junioren.

Augsburger Athleten*innen

Unsere Lokalmatadorin Sandra Hopfensitz verpasste haarscharf den Finaleinzug. Sie belegte in der Gesamtwertung den 11. Platz. Max Dinger schaffte mit einer souveränen Leistung den Einzug ins Finale und erreichte letztendlich den 7. Platz bei der männlichen Jugend B.

Finale Deutsche Meisterschaft Bouldern 2020, DAV Kletterzentrum Augsburg, Deutschland.
Deutsche Meisterschaft Bouldern

Viel Zeit zum Ausruhen blieb vor allem Sandra Hopfensitz nicht. Denn bereits am Wochenende,19.-20. September, einen Tag nach dem European Youth Cup, startete die Deutsche Meisterschaft Bouldern.


Ergebnisse allgemein

Wie spannend und unberechenbar ein Kletterwettkampf laufen kann, zeigte vor allem Philipp Martin (DAV Allgäu-Kempten). Er zog als sechstplatzierter ins Finale ein und ging als Sieger daraus hervor. Die Entscheidung fiel erst am letzten Boulder. Auch bei den Damen blieb es bis zum Schluss spannend, wenn es auch ein bisschen vorhersehbarer war. Hanna Meul (DAV Rheinland-Köln) ging bereits als Bestplatzierte aus dem Halbfinale hervor. Freilich war das Finale für niemanden ein Spaziergang, erwiesen sich die Boulderprobleme als ausgesprochen fordernd und spektakulär. Die weiteren Ergebnisse lauten wie folgt:

DamFinale Deutsche Meisterschaft Bouldern 2020, DAV Kletterzentrum Augsburg, Deutschland.en

  1. Hannah Meul (DAV Rheinland-Köln)
  2. Florence Grünewald (DAV Frankfurt/Main)
  3. Lucia Dörffel (DAV Chemnitz)
  4. Alma Bestvater (DAV Weimar)
  5. Afra Hönig (DAV Landshut)
  6. Roxana Wienand (DAV Aschaffenburg)



Herren

  1. Martin Philipp (DAV Allgäu-Kempten)Finale Deutsche Meisterschaft Bouldern 2020, DAV Kletterzentrum Augsburg, Deutschland.
  2. Christoph Schweiger (DAV Ringsee)
  3. Max Kleesattel (DAV Schwäbisch Gmünd)
  4. Yannick Flohé (DAV Aachen)
  5. Lasse von Freier (DAV AlpinClub Hannover)
  6. Kim Marschner (DAV Schwäbisch Gmünd)

Augsburger Athleten*innen

Aus dem Augsburger Team starteten Sandra Hopfensitz, Christina Kautzner und Johanna Klein bei den Damen, Stephan Grimm bei den Herren.

Während Christina Kautzner (Platz 29) und Johanna Klein (Platz 30) bereits in der Qualifikation ausschieden, erreichte Sandra Hopfensitz mit einer sehr souveränen Leistung das Halbfinale. Leider verpasste sie den Finaleinzug knapp und errang den 7. Platz in der Gesamtwertung.

Stephan Grimm qualifizierte sich ebenfalls für das Halbfinale, schied aber ebenfalls danach aus. In der Gesamtwertung erreichte er Platz 18.

Weitere Informationen

Alle Informationen rund um den Ablauf und Verlauf der Deutschen Bouldermeisterschaft finden Sie auf der Homepage des Bundesverbandes des Deutschen Alpenvereins.

Damit endet für das DAV Kletterzentrum Augsburg, Landesleistungszentrum Bayern die Kletterwettkampfsaison. Doch unseren Athleten*innen stehen noch einige Wettkämpfe bevor. So starten bereits am nächsten Wochenende Sandra Hopfensitz, Annika Müller, Johanna Klein und Max Dinger beim Deutschen Jugendcup Lead in Wetzlar. Wir wünschen euch viel Glück und drücken euch die Daumen.

Fotos: Markus Kroha & Hannes Kutza & Marco Kost

Vorbereitung:

Nach Beginn der Lockerungen und Grenzöffnungen bedeutete das,

  • die Bestätigungen der Hüttenreservierungen aufgrund der aktuell geringeren Belegungskapazitäten neu einzuholen (diese hatte ich vor Corona noch im Dezember 2019 reserviert).
  • die zusätzlich erforderlichen Ausrüstungsgegenstände zu erfragen (warmer Schlafsack, Kissenbezug, Mund-Nasen-Schutz etc.), die leider von Hütte zu Hütte variieren.
  • Abgabe der coronabedingten Haftungserklärungen von uns Tourenleitern und sämtlichen Teilnehmern
  • Überprüfung der Regelungen für Fahrgemeinschaften in Deutschland/Österreich/DAV

Glücklicherweise bekam ich die erneuten Bestätigungen von allen 3 Hütten trotz der aktuell geringeren Belegungskapazitäten für sämtliche Plätze.

Auch die Ausschreibung lief trotz der Corona-Beschränkungen und den erforderlichen Haftungserklärungen im Vorfeld erfolgreich, so dass Werner und ich mit der vollen Belegung von 10 Teilnehmern starten konnten.

20.08.20 Anreise Augsburg – Geraer Hütte

Wir fuhren in Pkw-Fahrgemeinschaften (3 Autos mit je 4 Personen) über Garmisch – Innsbruck – Brennerautobahn bis Matrei am Brenner und weiter bis St. Jodok, hinein ins Valsertal bis zum Parkplatz der Geraer Hütte im Talschluss. Bis dahin verfolgten uns noch dichtere Wolken und einige Regentropfen. Nach einer Einkehr im Gasthof Touristenrast wanderten wir mit vollgepackten Rucksäcken (zusätzlicher warmer Schlafsack!) bei immer sonnigerem Wetter hinauf zur Geraer Hütte. Mit leichtem Gepäck ging es nachmittags optional –was von fast allen Teilnehmern gern genutzt wurde– noch auf den aussichtsreichen Rücken des Steinernen Lamms. Schöne Blicke auf Olperer, Fußstein und ins Schmirntal belohnten diesen Nachmittagsausflug. Zurück an der Hütte genossen wir abends die regionalen Hüttenspezialitäten wie Knödeltris, Schlutzkrapfen etc. und bewunderten den malerischen Sonnenuntergang. Ein gelungener Auftakt unserer Tour!

21.08.20 Geraer Hütte – Alpeiner Scharte – Pfitscher-Joch-Haus

Ein wolkenloser Himmel begrüßte uns, es war ein Traumtag vorhergesagt! Nach einem ausgiebigen Frühstück am Buffet stiegen wir schattseitig hinauf Richtung Alpeiner Scharte. Unterwegs begegneten wir einem stattlichen Steinbock und besichtigten die Reste eines von den Nationalsozialisten erbauten Molybdänbergwerks samt Seilbahnstützen. Im 2. Weltkrieg mit Zwangsarbeitern unter hohen Verlusten errichtet und dann doch nie in Betrieb genommen – ein geschichtliches Mahnmal. Der Steig zog nun steil zur Alpeiner Scharte hinauf. Auf 2.959m oben angekommen wurden wir mit einem wunderbaren Blick auf die Gipfel des Zillertaler Hauptkamms (Großer Möseler, Schwarzenstein, Hochfeiler u.a.) belohnt.

Auf der Südseite ging es nun ebenso steil aber in der Sonne bei wärmeren Temperaturen hinunter, bis wir die Querung des Höhenwegs von der Olpererhütte erreichten und ohne nennenswerten Höhenverlust zum Pfitscher Joch queren konnten. Dort genossen wir am Pfitscher-Joch-Haus Kaffee und Kuchen (besonders die Buchweizentorte ist sehr zu empfehlen!). Den restlichen Nachmittag zog es uns wahlweise Richtung Rotbachlspitze (2.897m) mit grandiosem Blick auf die Hängegletscher des Hochferner oder zum Baden an den unterhalb der Hütte gelegenen See (oder beides). Den Luxus der Betten und Duschen auf dieser Privathütte wussten wir sehr zu schätzen (mal eine Nacht ohne Schlafsack und Lager …!) und das Abendessen war in allen Variationen echte Bergsteigerportionen (auch unsere vier Männer wurden alle satt!)

22.08.20 Pfitscher-Joch-Haus – Landshuter Europahütte

Um 6:15 wurde ich wach und schaute zum Fenster hinaus: der Himmel glühte im Morgenrot, das sich auch im See unterhalb spiegelte! Ein Farbenfeuerwerk, das aber nichts Gutes versprach! Laut Wetterbericht war für den Nachmittag eine Gewitterfront angekündigt. Daher starteten wir gleich nach dem Frühstück. Auf panoramareichem Weg ging es leicht bergauf hinüber zur Landshuter Europahütte. Die Hütte liegt aussichtsreich an der Friedrichshöhe auf 2.693m, steht je zur Hälfte auf österreichischem und italienischem Grund und sie hat eine bewegte Vergangenheit durch die Weltkriege hindurch. Auf dem Weg nahmen die Wolken zu und wir bekamen bei Ankunft vom Hüttenwirt die Empfehlung, für die Besteigung des Kraxentrager bald aufzubrechen. So wurde es für uns Gipfelaspiranten eine kurze Brotzeitpause. Aber die Wolken blieben über Gipfelniveau, nur im oberen Bereich fing sich eine Wolkenbank an der Nordseite des Kraxentrager und brachte beeindruckende Stimmungen beim Aufstieg über den langen Grat zum Gipfel. Für den Gipfelbesuch legten wir aufgrund der nicht ganz einhaltbaren Mindestabstände unseren Mund-Nasen-Schutz an. Der Gipfel des Kraxentrager (2.998m) ist kleinräumig und bricht nach 3 Seiten steil ab. Danach stiegen wir über den gleichen Weg zurück und noch kurz auf die Friedrichshöhe (20m über der Hütte). Die sich verdunkelnden Wolken trieben uns bald hinunter zur Hütte und kurz darauf war die Gewitterfront da, auf dieser Höhe fast wie ein Weltuntergang. Das Wetter tobte sich von 15:15 bis in die Nacht aus. Der Hüttenhund sauste etwa stündlich hinaus, um die Gewitter zu verbellen und vertreiben (laut Hüttenwirt hasst er Gewitter und Regen!). Wir genossen es, bei diesem Unwetter nicht draußen sein zu müssen. Der Hüttenwirt klärte uns über die Besonderheiten und die Zukunft dieser historischen Hütte auf (aufgrund massiver Permafrostschäden muss sie in den nächsten Jahren neu gebaut werden). Den Abschlussabend vertrieben wir uns mit Dehnungsübungen unter fachkundiger Anleitung von Ingrid und fröhlichem Beisammensein mit guten Gesprächen.

23.08.20 Landshuter Europahütte – Sumpfschartl – Valsertal – Heimreise Augsburg

Über Nacht hatte sich das schlechte Wetter verzogen (dem Hüttenhund sei Dank, der lag noch erschöpft von seinen Bellorgien im Körbchen …) und wir konnten nach dem Frühstück und kurzer Morgengymnastik unsere Tour über den Geistbeckweg zum Sumpfschartl und hinunter ins Valsertal starten. Die noch feuchten Felsplatten erforderten konzentriertes Gehen und Trittsicherheit. Bald trockneten Sonne und leichter Wind die Felsen ab und es ging wieder besser voran. Eine anregende kurze Drahtseilpassage mit Leiter führte uns über eine Steilstufe hinunter und der Weg zog dann abwechslungsreich durch Alpenrosenhänge und vorbei an mehreren Wasserfällen zum Parkplatz der Geraer Hütte. Inzwischen waren oben wieder Wolken in die Gipfel gezogen, aber es blieb trocken. Eine Kaffeepause am Gasthof Touristenrast und eine Pizza-Einkehr in Garmisch ließen uns die Tour würdig abschließen. Anschließend fuhren wir in unseren Pkw-Gruppen staufrei nach Hause.

Werner und ich bedanken uns ganz herzlich bei unseren begeisterten, gutgelaunten und ausdauernden Teilnehmern, die unsere Tour zu einem wunderbaren Erlebnis gemacht haben!

Dieses Jahr ist alles anders! Das Corona-Virus und der Lockdown haben unsere Planungen erst mal über den Haufen geworfen. Aber die Hoffnung auf die Durchführung unserer Tour haben Werner und ich nicht aufgegeben.

Rechtzeitig zur Tagestour am 4.07.2020 in den Tannheimer Bergen kamen einige Lockerungen, die Erlaubnis zu Fahrgemeinschaften mit Maskenpflicht und die Grenzöffnung nach Österreich. Im Vorfeld mussten wir alle die Einhaltung der Corona-Regeln bestätigen. Der Wunsch nach gemeinsamen Touren war aber allseits so groß, dass wir mit voller Teilnehmerzahl von 10 Personen unsere Tour durchführen konnten.

Wir trafen uns an der Sportanlage Süd, eine bunte Truppe von jung bis „rüstige Senioren“ und fuhren mit 3 Pkw (jeweils mit 4 Personen besetzt) ins Tannheimer Tal. Das Wetter spielte mit, Sonne und Wolken im Wechsel und nicht zu heiß. Wir parkten am Parkplatz Schneetalalm und stiegen mit schönen Blicken auf den Haldensee zum Sabachjoch hinauf. Am Westgrat der Schneidspitze mussten im unteren Bereich einige rutschige Passagen bewältigt werden (aufgrund des Regens der Vortage und der zunehmenden Erosion am Hang). Danach ging es auf dem schmaler werdenden Gratweg mit kurzen Felskontakten zum kecken Gipfel der Schneidspitze.
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Dort genossen wir die schöne Aussicht auf die Tannheimer und Lechtaler Gipfel sowie direkt im Norden in die Südwand der Gehrenspitze. Der „Duft“ der Hinterlassenschaften von Schafen und Ziegen ließ uns aber bald aufbrechen. Über den Nordostgrat stiegen wir zum Gehrenjoch hinab, wo wir auf einige Übeltäter der Geruchsbelästigung vom Gipfel trafen, eine Ziegenherde!

Der Weiterweg führte uns auf aussichtsreichem Höhenweg zur Lechaschauer Alm. Hier hatten wir etwa Halbzeit der Tour und gönnten uns eine Einkehr. Passenderweise waren gerade 2 Sechsertische frei geworden, Glück muss man haben!

Frisch gestärkt traten wir den Aufstieg auf den Reuttener Hahnenkamm an. Da die Hahnenkammbahn derzeit eingestellt ist, war auch der Gipfel weniger besucht als sonst. Weiter ging es auf unserem Höhenweg zur Gaichtspitze. Hier war beim Gipfelanstieg eine drahtseilgesicherte Rinne zu ersteigen, was alle gut bewältigten. Dann noch ein kurzes Stück Aufstieg im Wiesengelände und wir waren auf unserem 3. Gipfel angelangt. Belohnt mit einer traumhaften Rundsicht gab es eine verdiente Gipfelrast, bevor der Abstieg nach Gaicht mit seinen schönen alten Holzhäusern und die Querung zum Schneetalparkplatz nochmal etwas Kondition erforderten.
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Vielen Dank an unsere treuen und ausdauernden Teilnehmer, dass sie trotz aller Corona-Einschränkungen diese Tour ermöglicht haben, es hat Werner und mir großen Spaß mit Euch gemacht!
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LVPADer „Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V. (LPVA)“, bei dem auch unsere DAV-Sektion Mitglied ist, feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen.

Seit 1995 kümmert sich der LPVA in Zusammenarbeit mit der Land- und Forstwirtschaft, dem ehren- und hauptamtlichen Naturschutz und den Stadtwerken um die Pflege und Entwicklung der besonders artenreichen Biotope in Augsburg.

Hierzu zählt beispielweise auch die „Augsburger Flugplatzheide“, die erst in jüngerer Zeit als naturschutzrechtliche Ausgleichsfläche ausgewiesen werden konnte. Seit Mitte Mai stehen dort erste Informationstafeln für die Besucher. Zudem hat der LVPA zusammen mit seinen Unterstützern, so auch dem NUK-Team unserer Sektion, Landschaftspflegeaktionen vorgenommen. Vergleiche dazu nochmals unsere Newsmeldung „Landschaftspflegeaktion auf der Augsburger Flugplatzheide“ vom 23.7.2020, verfügbar unter: https://www.dav-augsburg.de/aav/verein-berichte/1408-landschaftspflegeaktion-auf-augsburger-flugplatzheide

Bild: Frontispiz Homepage LPVA. © LPVA

 

Der AV-Hüttenschlüssel ist ein Universalschlüssel, passend für die Winterräume auf Alpenvereinshütten in den Alpen.
Der Schlüssel wird benötigt für Übernachtungen, wenn die AV-Hütten nicht besetzt sind bzw. für reine Selbstversorgerhütten ohne Betreuung vor Ort. Mit dem Schlüssel haben Sie Zugang zu den Winterräumen, welche in der Regel über einige Lager, eine Kochgelegenheit und vor allem ein Dach über dem Kopf verfügen.

Mitglieder der Sektion Augsburg können den AV-Hüttenschlüssel in unserer Geschäftsstelle ausleihen, einer Kaution von 50 EUR ist zwingend.
Bitte beachten Sie, dass wir den Schlüssel als Sektion Augsburg nur an Mitglieder der Sektion Augsburger ausleihen dürfen. Mitglieder anderer Sektionen wenden sich bitte an ihre Sektionen.
 
Wichtiges zum Verleih von Winterraumschlüssel/ AV-Hüttenschlüssel


Mitglieder unserer Sektion können den AV-Schlüssel nach Hinterlegung einer Kaution von 50 Euro und Vorlage des DAV-Ausweises in der Geschäftsstelle ausleihen.
Die maximale Ausleihdauer beträgt vier Wochen.
Bei pünktlicher Rückgabe erstatten wir Ihnen die Kaution in voller Höhe zurück.
Bei verspäteter Rückgabe behalten wir Ihnen pro angefangener Woche eine Säumnisgebühr von 5 Euro pro Woche ein.

Bitte beachten Sie auch folgende Hinweise und Tipps für die Nutzung von Winterräumen:
Besucher von Winterräume genießen einen hohen Vertrauensvorschuss.
Oberstes Motto muss daher sein: Der Winterraum so zu verlassen, wie man sie selbst gerne vorfinden möchte.

Wer die folgenden Tipps beachtet, trägt zu einer guten Atmosphäre in Winterräumen bei:
  • Vor dem Feuermachen nachsehen, ob Herd und Rauchabzug in Ordnung sind und das Wasserschiff gefüllt ist.
  • Sparsam mit dem Holz umgehen, es weder auf dem Herd noch auf dem Fußboden zerkleinern.
  • Mit offenem Feuer und Licht vorsichtig umgehen.
  • Benütztes Geschirr spülen und wieder aufräumen.
  • Schlafstellen ordnen und die Decken an ihrem Platz verwahren. Nicht weggehen, ohne vorher Tisch und Herd zu säubern und den Raum zu lüften.
  • Falls vorhanden: ins Hüttenbuch eintragen und im eigenen Interesse das nächste Ziel angeben.
  • Vorgeschriebene Gebühren bezahlen, auch für das verbrauchte Holz - wenn keine Kasse eingebaut ist, per Zahlschein direkt an die zuständige Sektion.
  • Vor dem Verlassen der Hütte Feuer löschen, Aschenlade und Wasserschiff entleeren und Fenster, wenn vorhanden, Fensterläden schließen.
  • Tür abschließen und Hüttenschlüssel bei der zuständigen Sektion abgeben.
  • Mängel, z.B. zerbrochene Fensterscheiben, beschädigtes Türschloss, kleiner Holzvorrat, unverzüglich der hüttenbesitzenden Sektion mitteilen.

Wichtiger Hinweis: Wir möchten Sie dazu anhalten Ihren Winterraum-Beitrag ehrlich zu entrichten, sonst müssen einige Sektionen diesen Service zukünftig leider einstellen. In den vergangenen Jahren haben viele diesen Beitrag nicht entrichtet oder die Winterräume in wüstem Zustand wieder verlassen. Die Sektionen und Hüttenwirte stellen jährlich Brennholz, das teilweise mit dem Hubschrauber zur Hütte geflogen wird, und die gesamte Infrastruktur bereit. Leider haben aber viele ein Defizit von mehreren hundert Euro pro Jahr, weil nicht alle bezahlen!
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