Riedberger Horn 800x533 ID64873 5da58e052e352ebd43a93fe0c7b32e67Am Dienstag (30.4.2019) hat das bayerische Kabinett beschlossen, die alten Schutzzonen am Riedberger Horn wiederherzustellen und das Naturschutzgebiet im Allgäu in die höchste Schutzzone des Alpenplans zu überführen. Der Streit um die geplante Skischaukel hat letztendlich zu diesem Beschluss geführt.

Im März 2018 trat die umstrittene Änderung des Alpenplans in Kraft, welche die Skischaukel am Riedberger Horn ermöglichen sollte. Umweltverbände, insbesondere BUND Naturschutz und BLV, hatten aber gegen die Änderung geklagt, so dass Ministerpräsident Markus Söder das Skipistenprojekt im Landtagswahlkampf zurücknahm und zusammen mit den Kommunen den Verzicht verkündete.

„Die Bewahrung dieses einzigartigen Naturraums ist ein großer Erfolg für Natur und Artenvielfalt und der bayerischen Naturschutzverbände, die sich jahrelang gegen den Pistenbau gewehrt haben“, freut sich Richard Mergner, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz. „Wir begrüßen, dass die Staatsregierung ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag wahr gemacht hat, die Änderungen am Alpenplan rückgängig zu machen.“

Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des BUND Naturschutz, ergänzt: „Es ist dem ausdauernden breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis vor Ort und bayernweit zu verdanken, der bis zu den politischen Entscheidungsträgern nach München geschallt hat. Das Einlenken der Staatsregierung ist ein Beleg für die hohe Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements und politischen Diskurses“. In diesem Zusammenhang ist speziell auf die Positionierung des DAV sowie auf das Engagement des „Freundeskreises Riedberger Horn“, welchem sich auch unsere DAV-Sektion Augsburg angeschlossen hat, hinzuweisen.

Weitere Informationen zum Freundeskreis Riedberger Horn unter: www.freundeskreis-riedberger-horn.de

Zur aktuellen Positionierung des DAV siehe: https://www.alpenverein.de/der-alpenplan-ist-gerettet_aid_33376.html

Bild: Das Riedberger Horn im Allgäu. © DAV