komodell Hindelang tv beitrag KLEINDas Bayerische Fernsehen zeigt am Montag, 13. Mai, 21 Uhr, den Film „Daheim in Bad Hindelang“. Der Fernsehbeitrag aus der Reihe „Bayern erleben“ beschäftigt sich mit den Themen Nachhaltigkeit, Tourismus sowie dem „Ökomodell Hindelang“.

Das Ökomodell Hindelang ist ein Paradebeispiel für Artenvielfalt und Artenschutz. Ein Thema, das infolge des bayerischen Volksbegehrens ‚Rettet die Bienen’ aktueller denn je ist. Mit dem einzigartigen ökologischen Konzept erhalten ortsansässige Bauern seit mehr als 30 Jahren die traditionelle Berglandwirtschaft sowie die intakte alpine Kulturlandschaft und gewährleisten zugleich die Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte vor Ort. Im Kern kümmern sich Bergbauern darum, die Ursprünglichkeit der Landschaft mit ihren typischen Buckelwiesen, farbenprächtigen Pflanzenteppichen und klarem Wasser für folgende Generationen zu erhalten.

Für den TV-Beitrag hat das Fernsehteam einen erfahrenen Bergbauern besucht sowie zwei Familien begleitet, die den im Ökomodell Hindelang vorgegebenen Umgang mit der einzigartigen Hindelanger Natur täglich vorleben. 80 Prozent der Gemeindefläche in Bad Hindelang stehen unter Landschafts oder Naturschutz. Die rund 5.200 Einwohner des Allgäuer Orts leben zu 80 Prozent vom Tourismus.

Über die Bad Hindelanger Berg- und Alpwirtschaft

Die Bergkäse- und Alpkäse-Produktion funktioniert seit Jahrhunderten nachhaltig erfolgreich und ist für Bad Hindelang die engstmögliche Kreislaufwirtschaft überhaupt. Hindelanger Bergbauern und Älpler haben das angeeignete Wissen und die damit verbundenen Fähigkeiten in Bezug auf die Natur und die Käseproduktion weiterentwickelt. Mensch und Natur in Bad Hindelang wurden dafür mehrfach ausgezeichnet. 2016 nahm die Deutsche UNESCO-Kommission die Hochalpine Alpwirtschaft in die bundesweite Liste des Immateriellen Kulturerbes als besonders gutes Praxisbeispiel auf.

Eine hohe Auszeichnung vor allem für die Bergbauern, die auf den 46 Alpen im Gemeindegebiet auf bis zu 2.200 Metern Höhe ihre anstrengende Arbeit verrichten. Innerhalb des Projekts „Hindelang – Natur & Kultur“ bewirtschaften 62 Bergbauern ihre alpinen Wiesen nach strengen ökologischen Richtlinien. Diese umfassen den Verzicht auf Kunstdünger sowie die Beschränkung auf maximal eine Kuh pro Hektar. Darüber hinaus werden 90 Prozent des benötigten Futters innerhalb des Gemeindegebietes selbst erzeugt. Auf Gentechnik wird komplett verzichtet.

Es sei darauf hingewiesen, dass die diesjährige KULTour der DAV-Sektion Augsburg die Bad-Hindelanger Alpwirtschaft besuchen wird (dazu Näheres unter: https://www.dav-augsburg.de/150-aav-natur/natur-kultur-berichte/1094-besondere-touren-2019). Der Fernsehbeitrag ist eine gute Vorbereitung und Einstimmung zu dieser Tour!

Bild: Bergbauer Kaspar Weber (85) ist Initiator des „Ökomodell Hindelang“, das für die einzigartige Natur im Ostrachtal sorgt. Die Flora und Fauna des Ostrachtals liegen dem Imker sehr am Herzen. Foto: Dominique Klughammer