50 Jahre Bayerisches Umweltministerium TitelbildDas Bayerische Umweltministerium feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag! Dies nahm Umweltminister Thorsten Glauber beim Neujahrstreffen „Umwelt und Verbraucherschutz“ zum Anlass für einen Rückblick auf das beachtliche Wirken im Natur-, Umwelt- und vordringlichen Klimaschutz im Freistaat Bayern. Hauptaugenmerk seiner mit Verve vorgetragenen Rede waren die Entwicklungen im Jahr 2019, gleichsam seinem ersten Amtsjahr.

Ein Überblick der vergangenen fünf Jahrzehnte:

Auf diese aktuellen Herausforderungen ging Umweltminister Thorsten Glauber im Rahmen seiner Neujahrstreffen-Rede nun näher ein. In seinem ersten Amtsjahr 2019 konnten in drei Bereichen bereits große Fortschritte erzielt werden:

(1) Klimaschutz: Der Klimawandel macht sich in Bayern besonders bemerkbar. Neben dem (gerade für uns Bergsteiger besonders evidenten) Gletscher- und Permafrostschwund ist insbesondere ein „Waldsterben der 2. Generation“ zu beobachten. 30 Millionen klimastabile Bäume sollen daher in nächster Zeit nach- bzw. dazugepflanzt werden, einerseits als klimaschützender CO2-Speicher, andererseits auch als Nutzwald im Sinne regenerativer Ressourcen. Der Hochwasserschutz bedarf derzeit ebenfalls erhöhter Aufmerksamkeit, wobei sich das Wassermanagement künftig eher auf Niedrigwasser einstellen muss. Das in Bayern unlängst auf den Weg gebrachte Bayerische Klimaschutzgesetz mit seinem vielfältigen Maßnahmenprogramm zielt als Gemeinschaftsaufgabe darauf ab, die CO2-Emissionen bis 2030 auf 5 Gewichtstonnen pro Jahr und Einwohner zu reduzieren. Und ab 2050 soll Bayern klimaneutral sein. Es steht also noch ein langer Weg bevor.

(2) Artenschutz: Die Bemühungen um Artenvielfalt haben durch das bayernweite Volksbegehren einen neuen wichtigen Schub erhalten. Die entsprechende Anpassung des Naturschutzgesetzes wurde durch ein Begleitgesetz zur Förderung einer ökologischen Landwirtschaft ergänzt, wodurch der Vertragsnaturschutz gestärkt und neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Partnerschaft der Interessengruppen, Aufbau von Kompetenzzentren und Naturschutz in der Fläche lautet die Devise.

(3) Tierwohl: Ein weiterer dringlicher Bereich auch in Bayern ist der Aspekt des Tierwohls mit der Zielsetzung „Gesunde Tiere für sichere Lebensmittel“, wobei die Tierhaltungs- und Lebensmittelskandale in der letzten Zeit wohl nur punktuelle Erscheinungsformen sind. Gestärkt werden soll in diesem Zusammenhang das Veterinärwesen, so sind 70 neue Stellen geplant. Andererseits geht es aber auch um die ethisch-moralische Verantwortung in der Gesellschaft. Lebensmittel müssen stärker als Wert angesehen werden, was sich unmittelbar in einer angemessenen Bepreisung niederschlagen muss.

Auch den wichtigen Einfluss der jungen Generation sprach Umweltminister Glauber an. Die „Fridays for Future“-Bewegung und der gemeinsame Dialog sind der Sache sehr dienlich. Gleichwohl warnte er vor „Radikalismus“. Die ambitionierten Nachhaltigkeits- und Umweltschutzziele lassen sich ad hoc nicht ohne Zerwürfnisse realisieren. Er empfiehlt daher ein schrittweises, demokratisch legitimiertes Vorgehen. Also optimistische Ausblicke für ein weiteres, erfolgreiches Wirken der bayerischen Umweltpolitik respektive des Bayerischen Umweltministeriums!

Umrahmt wurde das Neujahrstreffen mit musikalischer Unterhaltung sowie einer launigen Aktion „Glückwünsche für das Bayerische Umweltministerium“, bei welcher sich die Freunde und Unterstützer des Bayerischen Umweltministeriums fototechnisch und mit pfiffigen Accessoires ins rechte Licht setzen lassen konnten.

Nachstehend noch einige Bildimpressionen:

50 Jahre Bayerisches Umweltministerium BildblockWeitere Informationen:

Titelbild: Umweltminister Thorsten Glauber bei seiner Neujahrstreffen-Rede in der Münchner Residenz am 27.1.2020. © BStMUV

Bildblock: Impressionen vom Neujahrstreffen und der Aktion „Glückwünsche für das Bayerische Umweltministerium“. © BStMUV