Bach naturnah im Wald Maximilian Sehr LBVDas Projekt „Lebendige Bäche in Bayern – Beitrag zur Hochwasservorsorge und Biologischen Vielfalt“ des LBV wurde nun als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Bayern besitzt rund 90.000 Kilometer kleine Bäche, sogenannte „Gewässer III: Ordnung". Diese bilden den Großteil des bayerischen Gewässernetzes und haben eine enorme Bedeutung für die biologische Vielfalt und die Hochwasservorsorge.

In elf bayerischen Projektgebieten kartierten Naturschützer*innen im Rahmen des Projektes „Lebendige Bäche in Bayern – Beitrag zur Hochwasservorsorge und Biologischen Vielfalt“ über 100 Kilometer Gewässer III. Ordnung. Darauf aufbauend wurde für jedes Projektgebiet ein Konzept erstellt, das die aktuellen Beeinträchtigungen und angepasste Empfehlungen für Maßnahmen beinhaltet. Zahlreiche Akteure, wie zum Beispiel die Gemeinden, die Fachbehörden der Wasserwirtschaft, des Naturschutzes, der Ländlichen Entwicklung oder der Bayerischen Staatsforsten wurden dabei vernetzt. „Wir wollen die Kommunen in ihrer Verantwortung für die kleinen Fließgewässer und deren Entwicklung unterstützen. Im Rahmen des Projekts haben wir deshalb eine kompakte Broschüre mit den wichtigsten Informationen zur Renaturierung von Bächen erstellt“, sagt LBV-Projektleiterin Malvina Hoppe. Mehr Informationen zum Projekt und die Praxisbroschüre zum Download sind zu finden unter: https://www.lbv.de/naturschutz/lebensraeume-schuetzen/baeche/

Mit dem vorbildlichen Projekt wird ein engagiertes Zeichen zum Schutz der Fließgewässer in Bayern gesetzt. Das hat die UN-Dekade-Fachjury beeindruckt und das Projekt auszeichnen lassen. Neben der offiziellen Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält der LBV einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die Naturvielfalt steht. Ab sofort wird das Projekt auch auf der Webseite der UN-Dekade in Deutschland unter www.undekade-biologischevielfalt.de vorgestellt. Die Würdigung hat Prof. Dr. Jürgen Geist in einer Videobotschaft vorgenommen.

Bild: Bach naturnah im Wald. © LBV / Maximilian Sehr