CO2 Fussabdruck DAVFür ambitionierten und zielgenauen Klimaschutz bedarf es zunächst der Kenntnis der verursachten CO2-Emissionen. Im Rahmen der DAV-Klimaresolution respektive der Selbstverpflichtung zur Klimaneutralität wurde daher das „DAV Klimaschutzkonzept“ erarbeitet. Hier wird als erster Schritt die Entwicklung und Erstellung von geeigneten „Klimabilanzen“ für den DAV-Bundesverband und die Sektionen empfohlen. Aber auch jeder einzelne kann mit kleinen Beiträgen mithelfen, dass der CO2-Verbrauch weiter sinkt. Der CO2-Rechner des Umweltbundesamts berechnet den persönlichen CO2-Fußabdruck und zeigt Einsparmöglichkeiten auf.

Der CO2-Rechner des Umweltbundesamts (UBA) erfasst Daten aus den Bereichen Wohnen, Strom, Mobilität, Ernährung und sonstigem Konsum und berechnet daraus den persönlichen CO2-Fußabdruck. Zusätzlich gibt es wertvolle Tipps, wie man die CO2-Emissionen vermeiden oder reduzieren kann.

Der UBA CO2-Rechner existiert schon seit geraumer Zeit. Neuerungen und Updates sorgen dafür, dass die Ergebnisse noch aussagekräftiger werden:

  • Der CO2-Schnellcheck: Hier müssen nur ein paar relevante Fragen zum Lebensstil beantwortet werden, um eine Schätzung des CO2-Verbrauchs zu erhalten.
  • Im Bereich Wohnen ist neu, dass Emissionen aus Bau und Sanierung von Wohnungen und Häusern nun nicht mehr im „sonstigen Konsum“ verortet sind, sondern individuell unter „Mein Haushalt“ berechnet werden.
  • Im Bereich Mobilität wurden gleich mehrere Punkte angepasst: Beim eigenen Fahrzeug werden nun auch die Emissionen bei Herstellung und Reparaturen in die Bilanz einbezogen. Der Flugrechner wurde aktualisiert, so dass nun die Verbrauchsdaten der aktuellen Flugzeugflotte, die Auslastung und vieles mehr verfügbar sind. Neu ist auch der Bereich Schiffsreisen. Hier können zum Beispiel Kreuzfahrten in die CO2-Bilanz eingepreist werden.

Hier geht es zum UBA CO2-Rechner: https://uba.co2-rechner.de/de_DE/

Mit Beginn nächsten Jahres kann man durch CO2- Einsparen auch viel Geld sparen: Ab Januar 2021 wird ein Klimapreis fürs Heizen und Autofahren fällig. Gemäß den Klimaschutz-Plänen der Bundesregierung werden in den Sektoren Gebäude und Verkehr eingesetzte fossile Brennstoffe mit einem CO2-Preis belegt. Der Einsatz klimaschädlicher Brennstoffe wie Öl und Gas soll damit zunehmend unattraktiv werden – so sieht es das neue Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) vor. Der Preis je Tonne CO2 beträgt ab dem kommenden Jahr 25 Euro. Er steigt Jahr für Jahr, zunächst auf 30 Euro im Jahr 2022, dann auf 35 Euro (2023), auf 45 Euro (2024) und auf 55 Euro (2025).

Das Institut der deutschen Wirtschaft hat errechnet, welche Belastungen dadurch auf einen Haushalt zukommen: Eine Familie, die im Eigenheim mit Ölheizung wohnt und mit ihrem Diesel-Pkw rund 20.000 Kilometer pro Jahr fährt, hat ab 2021 mit Mehrkosten von gut 250 Euro zu rechnen. 2025 steigt der Wert auf 539 Euro. Wer dagegen in einer modernen Wohnung mit hohem energetischem Standard lebt und ein E-Auto fährt, wird verschont: Die Belastung beläuft sich 2025 auf lediglich einen Euro. Wer dem CO2-Preis entkommen will, muss also die Heizung umrüsten und ein E-Auto kaufen. Beides wird vom Staat unterstützt.

Weitere Informationen

Bild: Persönlicher CO2-Fußabdruck. © DAV