89206898 47d6 4e6a 93f6 ca2ed6e1426fDie Europäische Investitionsbank (EIB) hat in einer Klima-Umfrage die Weltbevölkerung eingehend zum Klimawandel befragt. Gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen BVA wurde ergründet, welche Einstellungen und Erwartungen die Menschen in Bezug auf den Klimaschutz haben. Für die Umfrage wurde zwischen dem 5. Oktober und dem 2. November 2020 in jedem der 30 teilnehmenden Länder eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung befragt – insgesamt 30.000 Menschen.

Im Fokus der EIB-Klima-Umfrage 2020–2021 steht die Frage, wie die Menschen den Klimawandel 2021 bekämpfen wollen, was sie bereit sind dafür aufzugeben und wie die Covid-19-Pandemie ihre Reisegewohnheiten und ihren Lebenswandel im Kampf gegen den Klimawandel beeinflusst. Die zentralen Ergebnisse für Deutschland lauten:

  • Den Deutschen würde es leichter fallen, Flugreisen aufzugeben, als auf Videostreaming-Dienste zu verzichten oder aufzuhören, neue Kleidung zu kaufen, Fleisch zu essen oder ein Auto zu besitzen. 39 Prozent sagen, dass es ihnen am ehesten gelingen würde, Flugreisen aufzugeben, während es für 38 Prozent am schwersten wäre, auf ihr Auto zu verzichten.
  • Nur 15 Prozent der Befragten in Deutschland sind bereit, ihr Leben für das Klima radikal zu verändern. Das sind vier Punkte weniger als im EU-Durchschnitt (19 Prozent). Die 15 bis 29-Jährigen (24 Prozent) und Menschen, für die der Klimawandel großen Einfluss auf ihr tägliches Leben hat (39 Prozent), sind in dieser Gruppe besonders stark vertreten.
  • Wenn die pandemiebedingten Reisebeschränkungen aufgehoben werden, wollen 19 Prozent Flugreisen aufgrund von Klimaerwägungen vermeiden. 38 Prozent beabsichtigen, ihren Urlaub in Deutschland oder einem benachbarten Land zu verbringen, um CO2-Emissionen zu reduzieren. 31 Prozent der Deutschen beabsichtigen, mit dem Flugzeug zu reisen wie vor der Pandemie.
  • Zu Covid-19 und öffentlichen Verkehrsmitteln befragt, antworten 60 Prozent der Deutschen, dass sie derzeit weniger häufig öffentliche Verkehrsmittel nutzen, weil sie sich um ihre Gesundheit sorgen.
  • Eine knappe Mehrheit (53 Prozent) der Menschen in Deutschland fürchtet sich eher vor einer Covid-19-Erkrankung als vor den langfristigen Folgen des Klimawandels. Diese Zahl ist über alle Altersgruppen hinweg vergleichbar.

Vergleiche ausführlich zur länderübergreifenden EIB-Klima-Umfrage 2020–2021: https://www.eib.org/en/surveys/climate-survey/3rd-climate-survey/what-to-give-up-for-climate-change

Bild: EIB Climate Survey. © BVA / EIB