Birkhahn Wolfgang Lorenz LBV 71366a9fBirkhahn, Copyright: LBV, Fotograf: Wolfgang Lorenz.

Das bayerische Parlament hat im Landtag mit einer Mehrheit die Änderung des Landesentwicklungsplans und damit auch die erste Änderung des Alpenplans seit dessen Einführung vor 45 Jahren beschlossen. „Dies ist ein schwarzer Tag für die Natur im bayerischen Alpenraum“, so der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer. Doch die heutige Entscheidung legt nicht nur die Grundlage für den Bau der stark umstrittenen Skischaukel am Riedberger Horn.

Ohne den Alpenplan als einen für alle Interessensgruppen verbindlichen Rahmen wird nun jedes Bauprojekt zur Einzelfallentscheidung. Der LBV und andere Naturschutzverbände befürchten, dass in den nächsten Jahren eine Vielzahl von Projektanträgen auf den Tisch kommt, die der Alpenplan bisher verhinderte. Mit dem Aufweichen der Zone C werden nun Begehrlichkeiten geweckt: ungeachtet aller Klimaprognosen sollen neue Lifte gebaut, Pisten planiert und Beschneiungsanlagen installiert werden. Dies bedeutet den Verlust von Rückzugs- und Lebensräumen z.B. für das Birkhuhn. Aber auch für den Menschen gehen Ruheräume und ein einzigartiges Landschaftsbild verloren. Anwohner und Naturschützen wehren sich durch Demonstrationen und Klagen. Es drohen jahrelange Auseinandersetzungen sowie verstärkte Spannungen innerhalb der Bevölkerung.

Weitere Informationen beim Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) e.V. unter https://www.lbv.de/news/details/schwarzer-tag-f%C3%BCr-die-bayerischen-alpen/ und beim Deutschen Alpenverein unter https://www.alpenverein.de/der-dav/presse/staatsregierung-drueckt-schwaechung-des-alpenplans-durch_aid_30535.html.