AlpenstrategieVor zwei Jahren wurde die Europäische Strategie für die Alpen (Eusalp) aus der Taufe gehoben. Zu Beginn dieses Jahres hat das Land Tirol/A nach Slowenien und Bayern/D die dritte Präsidentschaft übernommen. Doch noch immer sind viele Fragen offen. Im letzten Jahr ging es vor allem darum, dass sich die verschiedenen Akteure annähern und sich die Prozesse einspielen. Dieses Jahr zeigt sich, wie die Alpenstrategie umgesetzt wird.

Mobilität, Ausbildung und Arbeitsmarkt, natürliche Ressourcen, Naturgefahren und Energie – diese inhaltlichen Schwerpunkte für die Eusalp hat Tirol gesetzt. Vor allem der Verkehr, insbesondere die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene, stehen im Fokus. Das österreichische Bundesland ist mit der Brenner-Autobahn stark vom alpenquerenden Güterverkehr betroffen. Doch die Interessenslage ist kontrovers. Es droht die Gefahr, dass sich Anhänger kurzfristiger Wachstumsideen durchsetzen.

2018 hat Österreich neben der Eusalp auch den Vorsitz in der Alpenkonvention und übernimmt im zweiten Halbjahr die EU-Ratspräsidentschaft. Koordinierende Aktivtäten wären zu erwarten, so bspw. die Ratifizierung des Durchführungsprotokolls 'Naturschutz und Landschaftspflege' durch die EU.

Bild: Günther Platter, Landeshauptmann von Tirol, stellt das Programm der Tiroler Eusalp-Präsidentschaft in Innsbruck/A vor. © CIPRA