Imprägnieren Wasser oder Schmutz abweisendNanopartikel existieren überall in der Natur und sind insofern nichts Ungewöhnliches. Seit einigen Jahren werden aber in immer größeren Mengen vom Menschen hergestellte, synthetische Nanopartikel in Produkte eingearbeitet. Unter dem Begriff Nanotechnologie werden alle Verfahren und Anwendungsbereiche verstanden, bei denen die funktionalen Partikelstrukturen eine Größe von unter 100 Nanometern haben. Im Alltag kommt Nanotechnologie z.B. bei Sonnenschutzmitteln und der Beschichtung und Imprägnierung von Outdoor-Textilien zum Einsatz. Ein Nanometer entspricht einem Milliardstel Meter (zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist rund 80.000 Nanometer dick).

Bayern hat zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht, um die Chancen der Nanotechnologie zu nutzen und mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Anlässlich eines vor kurzem veranstalteten Symposiums zur Nanotechnologie im Landesamt für Umwelt in Augsburg betonte Umweltministerin Ulrike Scharf: „Die Erforschung der Nanotechnologie heute ist eine lohnende Investition in die Zukunft. Forschung und Technik lernen immer mehr von der Natur. Die neuen Erkenntnisse der Nanotechnologie bieten uns einen tiefen Einblick in kleinste Strukturen. Diese Fortschritte brauchen wir, um Herausforderungen beim Umweltschutz und bei der Anpassung an den Klimawandel zu meistern. Wir wollen das Potenzial der Nanotechnologie verantwortungsvoll ausschöpfen, um zum Beispiel Rohstoffe und Energie zu sparen und Treibhausgase zu reduzieren."

Insbesondere das Verhalten von Nanopartikeln in der Umwelt soll weiter untersucht werden. Der TU München ist hier ein Durchbruch gelungen: Erstmals konnten Wissenschaftler Nanopartikel in der Umwelt nachweisen und quantifizieren. Dafür haben sie den Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung erhalten.

Weitere Informationen im Internet unter www.nanowissen.bayern.de

Bild: Imprägnieren – Wasser oder Schmutz abweisend; Copyright: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit