Freundeskreis Riedberger HornBei einer Pressekonferenz am vergangenen Freitag (6.4.2018) mit den Bürgermeistern aus Balderschwang und Obermaiselstein sowie mit Landrat Anton Klotz verkündete der neue Ministerpräsident Markus Söder das vorläufige Ende der Skischaukel am Riedberger Horn. Diese Nachricht ist für den Freundeskreis Riedberger Horn und seine Unterstützer ein erfreulicher Etappensieg. Um das Riedberger Horn jedoch nachhaltig vor einer Bebauung zu schützen, muss die Änderung des Alpenplans rückgängig gemacht werden.

Aus diesem Grund wollen der Bund Naturschutz (BN) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) an ihrem ersten juristischen Schritt in Form einer Normenkontrollklage beim Verwaltungsgerichtshof München festhalten. Diese richtet sich gegen die Änderung des bayerischen Landesentwicklungs­programms, durch die das potenzielle Bauprojekt erst ermöglicht wurde. Unterstützt wird die Klage von CIPRA Deutschland, dem Deutschen Alpenverein (siehe hierzu auch die DAV-Kampagne „Danke Alpenplan“), den Naturfreunden Bayern, der Gesellschaft für ökologische Forschung, dem Verein zum Schutz der Bergwelt und Mountain Wilderness.

Den vorläufigen Frieden am Riedberger Horn lässt sich Ministerpräsident Markus Söder viel Geld kosten: Balderschwang und Obermaiselstein bekommen ein 15 Millionen Euro teures „Zentrum Naturerlebnis Alpin“ mit 20 Rangern, Naturführern und Touristikern. Das Zentrum soll Ausflüge in die Oberallgäuer Berge anbieten. Zudem will der Freistaat ein Pilotprojekt für umweltfreundliche Mobilität in den Bergen starten und eine halbe Millionen Euro für Busse bereitstellen. Außerdem unterstützt er die Modernisierung der beiden kleinen Skigebiete am Riedberger Horn mit schnellem Internet in den Dörfern und anderem mehr.