Von der Halle an den Fels – so könnte das Motto der diesjährigen Abschlussfahrt des Klettertreffs gelautet haben. Nach einem großartigen Bergsommer wollte die Gruppe um Jürgen und Gisela in den Loferer Steinbergen noch einmal alles geben. Das letzte Hüttenwochenende der Saison wollte gut genutzt werden!
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Vor dem ersten Felskontakt galt es jedoch zunächst, den dreistündigen Aufstieg zur Schmidt-Zabierow-Hütte zu meistern. Bei so herrlichem Oktoberwetter und einem ausgiebigen Picknick war jedoch auch das ein Genuss. Auf der Hüttenterrasse dann noch der Materialcheck, ein prüfender Blick in die Topos und schon machten sich die vier Zweierseilschaften ans Werk. Die Loferer hielten dabei Klettereien für jeden Geschmack bereit. In den vergangenen Jahren wurden sage und schreibe 50 Routen in den Schwierigkeitsgraden 3 bis 9 und allen Längen eingerichtet! Auch die Namenswahl der Routen schien äußerst passend: In „Hurra die Gams“ (IV+) etwa galt es nicht nur, gämsenartig über teils grasige Schrofen, teils glatte Platten zu turnen – auch die echten Gämsen beobachteten interessiert unsere Aktivitäten am Fels. 15 10 Schmid Zabirov Hütte 014
15 10 Schmid Zabirov Hütte 006Die anderen 3 Seilschaften machten sich auf dem Weg zu den Nas‘nrouten, wo 7 kurze MSL-Routen im 4. Grad eingebohrt waren. Ideal für’s einklettern und der sehr griffige Fels machte auch richtig viel Spaß, besonders auch wegen der tollen Aussicht auf die Berchtesgadener Alpen.
Insgesamt war der Fels jedoch bombenfest und die Routen super abgesichert, sodass sich am Abend wieder alle erfolgreich mit ein paar neuen Touren im Logbuch in der gemütlichen Hütte einfanden.


15 10 Schmid Zabirov Hütte 01515 10 Schmid Zabirov Hütte 018Die für Sonntag geplanten Mehrseillängenrouten mussten leider auf’s kommende Jahr verschoben werden, denn der Himmel verhieß nichts Gutes. Bei einsetzendem Nieselregen fiel die Entscheidung zum Abstieg leicht – und natürlich wagte sich die Sonne kurz vor Erreichen des Wanderparkplatzes wieder hinter den dicken Wolken hervor. Doch zum Glück hatten wir ortskundige Kletterer dabei, die sich an einen kleinen, aber feinen Klettergarten im Tal erinnerten. Bis zum nächsten Regenschauer kraxelten wir also noch ein paar Platten hoch und schmiedeten schon wieder Pläne für die nächste Felskletterfahrt in die Loferer Steinberge…

Laura und Jürgen