von Michi Walenta und Alex Reiner
Spontan hatte Alexander vom 25. bis 27. August frei. Seine gewohnten Tourenpartner waren alle verhindert und so schrieb er an den Hochtourentopf von Augsburg Alpin. Michael meldete sich darauf und meinte er habe einen Tag Zeit. In Anbetracht des schönes Wetters nahm sich Michael noch einen Tag frei und so hatten wir den Donnerstag und Freitag (25. und 26. August) zur Verfügung. Als Tourenziel wurde der Stüdlgrat am Großglockner festgelegt.
Kurzfristig bekamen wir auf der ausgebuchten Stüdlhütte keinen Platz mehr. Da wir trotzdem die Tour machen wollten, beschlossen wir zu biwakieren. Die Bedingungen waren ideal, bei 30 Grad im Tal lässt es sich auf 3000m angenehm mit Isomatte und Schlafsack unterm Sternenhimmel übernachten.
Nach 4h Anreise von Augsburg nach Kals am Großglockner, packten wir motiviert vom super Wetter unsere Rucksäcke und machten uns auf dem Weg zur Stüdlhütte. Dort angekommen stärkten wir uns beim sehr zu empfehlenden Abendbuffet. Man konnte zwischen drei Suppen wählen, einen Salatteller vom Buffet zusammenstellen, vier Hauptspeisen standen zur Auswahl und zum Abschluss musste man sich noch zwischen 3 Nachspeisen entscheiden. Das ganze gab es abzüglich unseres Weißbierkonsums für 22€. Allein dieses 4 Gänge Menü ist eine Reise zur Stüdlhütte wert!
Nachdem Abendessen legten wir noch ein paar Höhenmeter zu unserem Biwakplatz zurück. Schnell waren Isomatte und Schlafsack ausgepackt und man machte es sich im wärmenden Schlafsack bequem. Zu sehen bekamen wir nun einen Sternenhimmel mit allem was dazugehört. Man konnte die Milchstraße sehen und bis zum klingeln des Weckers konnte jeder von uns mehrere Sternschnuppen zählen.
Gegen 3:30 Uhr war die Nacht vorbei. Nachdem wir uns noch ein paar mal umdrehten, ging es um 4:30 Uhr los. Unterstützt vom Mondlicht standen wir um 5:30 Uhr am Einstieg des Stüdlgrats. Als erste Seilschaft des Tages kletterten wir los. Der Fels war in einem kompakten Zustand und so genossen wir die Kletterei. Am Frühstücksplatz wurde Pause gemacht und wir ließen zwei Bergführer mit ihren Kunden vorbei. Mit den einheimischen Bergführern kann man einfach nicht mithalten.
Weiter ging es bei aufgehender Sonne und hervorragender Aussicht nach oben. Am gleitenden Seil kamen wir flott voran und nur an den Schlüsselstellen wurde kurz via Halbmastwurf gesichert. Gegen 8:20 Uhr standen wir am Gipfel. Zu unserem erstaunen war für Glocknerverhältnisse nicht viel los. Nach einer ausgiebigen Gipfelrast ging es auf den Normalweg wieder bergab. An der Erzherzog Johann Hütte (3454m), wurde bei einem Weißbier die Brotzeit aus dem Rucksack verspeist und die Aussicht genossen. Gestärkt ging es nun weiter. Nächstes Ziel war unser Biwakplatz. Dort mussten wir noch unsere Schlafsäcke und Isomatten abholen. Kurz vor unserem Biwakplatz erblickten wir hinter einer Kuppe eine Herde Steinböcke. Nachdem wir unser Biwakequipment abgeholt hatten ging es hinab ins Tal. An der Lucknerhütte machten wir noch einmal Rast und genossen die herrliche Aussicht und das Wetter. Gegen 16 Uhr erreichten wir unser Auto und machten uns auf dem Heimweg.
Erwähnen muss man, dass ohne Augsburg Alpin diese Tour nicht zustande gekommen wäre, da Michi und Alex sich vor dieser Tour noch nicht kannten.

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