Fast eine Woche war die Seniorenabteilung unterwegs im Hochschwarzwald. Hier in dieser Wanderregion erwartete uns eine unglaubliche Vielfalt der Natur. Wir entdeckten in fünf Tagesetappen eine der abwechslungsreichsten Landschaften im Südschwarzwald. Unser Ausgangspunkt der Wanderungen lag in Fischbach über dem Schluchsee: Der Gasthof Hotel „Hirschen“. Ein Hotel, ideal gelegen, mit guter regionaler Küche.

Und so waren die fünf Tage vorgeplant:
- Der Jägersteig
- Drei Tage Schluchtensteig
- Der Feldbergsteig
Die Wanderer konnten sich Gruppen in unterschiedlichen Leistungsstärken anschließen, es war für jeden Anspruch etwas dabei.Schwarzwald Schluchtensteig 5




Der rund 11 Kilometer lange „Schluchseer Jägersteig“ bot herrliche Ausblicke auf den Schluchsee. Unsere Wanderung an diesem Tag war so abwechslungsreich wie das Wetter: idyllische, schmale Pfade inmitten der Hochschwarzwaldkulisse mit vielen Informationen zum Thema Jagd von damals und heute.
Vom hoch aus den Tannen- und Fichtenwäldern ragenden Bildstein (1.134 m), dem höchsten Wegabschnitt am Schluchtensteig, ging ein weiter Blick vom Feldberg über den tiefblauen Schluchsee hinweg bis zu den Schweizer Alpen. Im Zickzack ging es dann wieder hinunter zum größten Schwarzwaldsee.

Der Schluchtensteig
Ab der Wutachmühle wird das Tal eng und schluchtartig zur Wutachschlucht - ein abendteuerliches Wildflusstal mit tiefen Schluchten, Tälern, Wasserfällen und Wäldern mit riesigen Flächen voller Heidelbeersträuchern, Moosen und Farnen. Die Wutach und ihre Nebenflüsse bilden eine überwältigende Landschaft mit Schluchten die es zu überschreiten gilt oder an denen man entlang wandern kann. Diese Wanderwege waren teilweise rutschig und verlangten viel Konzentration und Vorsicht. Hier entdeckten wir auch eine riesengroße Sinterterrasse, die uns faszinierte.

Auf der Etappe nach St. Blasien ging es durch herrliche Wälder, ehe es immer merklicher bergab ging. Bald hörten wir Wasser rauschen, das sich über eine Felsstufe mit viel Getöse durch eine steile Talkerbe seinen Weg hinab nach St. Blasien suchte. Und kurz vor Etappenende kamen am Windberg-Wasserfall auch die Schluchtenliebhaber noch auf ihre Kosten. Und dann, riesig, völlig überdimensioniert, steht der Dom St. Blasius inmitten der Wälder und Berge. Die gewaltige Kuppel gehört mit ihren 62 Metern Höhe und einer Spannweite von 36 Metern zu den größten Kirchenkuppeln Europas. Im Inneren ist der Dom ein beeindruckender Rundbau. Wir staunen über die Größe, über die Weite und das einfallende Licht.

Schattenmühle - Fischbach oder die kürzere Variante - Lenzkirch.
Auf dieser Etappe erlebten wir den Zusammenfluss der Haslach und der Wutach - ein beeindruckender Anblick! Wieder ein tagesfüllendes Erlebnis in dieser herrlichen, sich selbst überlassenen Natur.

Die Wanderung auf den Feldberg beginnt am "Haus der Natur" und geht gleich steil bergauf. Dieses Stück konnte aber auch bequem mit der Feldbergbahn überwunden werden. Wir genossen auf dem Panoramaweg die atemberaubende Fernsicht auf die Vogesen. Vorbei am Feldbergturm ging es zum Feldberggipfel auf 1.493 m. Der Abstiegsweg führte uns zum 300 Jahre alten Raimartihof, bevor wir vorbei am Feldsee den Ausgangspunkt erreichten.

Die Wutachschlucht, am letzten Tag der Wanderwoche war für uns ein unvergessliches Erlebnis. Gleich am Anfang der Schlucht lohnt sich ein Abstecher in die wildromantische Lotenbachklamm mit ihren zahlreichen kleinen Wasserfällen, die schon nach ein paar Schritten durch die eng beieinander stehenden Felsen rauschen. Die Lotenbachklamm ist ideal als Ein- oder Ausstieg für Wanderungen durch die Wutachschlucht. Die Wutach und ihre Nebenflüsse bilden eine überwältigende Landschaft mit Schluchten aber auch blühenden Wiesen und schönen Ausblicken. Und immer wieder tauchen Felswände auf, die mit Hilfe eines Drahtseilgeländers gesichert und somit besser begehbar waren.

Es waren fünf Tage mit Regen, aber auch blauem Himmel. Der sonnigste Tag war unser letzter Wandertag in der Wutachschlucht. Für mich war dieser letzte Tag der imposanteste, der mir am intensivsten im Gedächtnis geblieben ist.

Alle Teilnehmer der Fahrt konnten die Woche genießen, weil jeder Tag von wenigen so gut für uns alle geplant worden war. Ihnen vielen Dank.