Am 19. und 21. Dezember sollte jeweils ein LVS-Kurs stattfinden. Toni und Robert sowie Uschi und Jochen hatten den Inhalt wie folgt ausgeschrieben: „Vermittlung von Grundkenntnissen und Fähigkeiten in Suche und Bergung von Verschütteten mit LVS-Gerät, Sonde und Schaufel“.

Da stand nichts von Schnee drin … vielleicht war das der Grund, warum es in den Bergen auch keinen gab.

Als alternative Übungsgebiete wurden der Wittelsbacher Park bzw. die große Wiese an der Sportanlage Süd bestimmt. Nach einführender Theorie in gastfreundlicher Umgebung (Pizzeria bzw. Kletterhalle) ging es draußen zur Sache.
Vom VS-Gerätehersteller Ortovox hatten wir uns ein Trainingssystem ausgeliehen. Fünf mobile Sender sollten beliebig an- und ausgeschaltet werden können. Soweit die Theorie, auch im Wohnzimmer funktionierte es noch. Leider streikte das System dann draußen, trotz Batteriewechsel.

Nun gut, Bergsteiger sind ja flexibel und können improvisieren.

Blumentöpfe statt Schnee
Wir hatten uns im Vorfeld viele Blumentöpfe besorgt, um die Suche nach den Sendern etwas spannender zu machen. Jetzt kamen halt Ersatz-VS-Geräte zum Einsatz. Es war dann wie beim „Hütchen-Spiel“, die meisten Töpfe waren Nieten, die Teilnehmer waren gefordert.

Laub als Schnee-Ersatz
Im Wittelsbacher Park konnten wir sogar den Gebrauch der Lawinensonde in der Praxis üben. Ein steiler Hang im Wald und ein großer Laubhaufen ersetzten den Schnee. Lediglich beim Ausschaufeln eines Verschütteten musste es bei der Theorie bleiben.

Fazit der beiden Veranstaltungen: Auch ohne Schnee lassen sich fast alle Inhalte für einen solchen Grundkurs vermitteln. Vielleicht ist es sogar hilfreich, wenn man sich nur auf das VS-Gerät und die Suche konzentrieren muss, ohne durch das Stapfen im Schnee behindert zu werden.

Für die Zukunft wäre es also durchaus eine Option, den Basiskurs von vornherein in Augsburg durchzuführen.

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