Vinschgau 4Viertagesfahrt - Insgesamt zu siebt machten wir uns auf ins Vinschgau für ein verlängertes Wochenende. Bereits auf der Fahrt wartete unser erstes Ziel auf uns. Von Schludens hinauf zum Gialhof auf abenteuerlichem Weg, dort parkten wir. Über die Äußere Alm ging es dann durch Märchenwald zur Köpfelplatte, 2.230 m. Nach kurzer Rast und immer stärker werdendem Sturm stapften wir weiter zum Kalterer, 2.410 m. Kurz unterhalb vom Schwarzen Knott beschlossen wir, umzukehren – da der Sturm unerträglich wurde. Hatten knapp 1.200 Höhenmeter in den Waden. Wieder am Kalterer angekommen, wurde die lang ersehnte Rast eingelegt. Dann folgten wir dem Rundweg weiter zur Inneren Alm, von dort zurück zum Auto. Anschließend fuhren wir in unser Quartier nach Schlanders. Freitags hatte es dann den angekündigten Regen, so beschlossen wir, mit der Vinschgau-Bahn nach Meran zu fahren. Nach einer Stunde Fahrtzeit besichtigen wir die Innenstadt, suchten dann den Sissi-Weg. Allmählich wurde das Wetter besser, wir gingen zuerst den Tappeiner Höhenweg, von dort weiter den Algunder Waalweg. Bei Oberplars stiegen wir dann wieder in den Bus, um zurück nach Meran kutschiert zu werden. Trotz schlechter Wetterbedingungen wurde dieser Ausflug tagesausfüllend mit über 15 km Fußmarsch. 
Vinschgau 6Der Samstag sah wettertechnisch schon wieder ganz vielversprechend aus. Mit den Autos fuhren wir nach Tomberg- übrigens wieder eine abenteuerliche Anfahrt über Schotterpiste, ohne Allrad kaum zu schaffen. Oben dann erstaunlicherweise ein Riesenparkplatz – für uns unerklärlich. Über die Zirmtaler Alm, 2.110 m über den Sattel, auf unbenanntem Gipfel bei ca. 2500 m, hier Rast. Der Hüttenwart hatte uns vor dem Übergang hinunter zur Tablander Alm hinsichtlich der Schneemassen gewarnt, doch da wir nordseitig aufgestiegen waren und die Schneehöhe hier überschaubar war, dachten wir, das sei kein Problem. Nun sahen wir, dass in der Wanne, in der die Plombodenseen, 2.478 m, liegen, meterhoch Schnee lag. Doch wir wollten da unbedingt rüber, also gesagt, getan. Die Gamaschen ran und los. War eine wirklich arge Plagerei, da der Schnee weich und sulzig war. Hier war konzentriertes Gehen unerlässlich, immer wieder brach man bis zum Bauch ein, oder verschwand in einer zugeschneiten Felsspalte. Doch gesund kamen alle bei der Tablander Alm, 1.760 m, an. Dort wurde eingekehrt. Von dort ging ein Forstweg hinunter zum Ausgangspunkt. Die insgesamt ca. 1.100 Höhenmeter waren diesmal beim Abstieg anstrengender als beim Aufstieg.
Vinschgau 2Am Sonntag wurde bereits früh zusammengepackt und Richtung Reschenpaß gefahren. Bei Matsch wurden die Fahrzeuge abgestellt, los ging es zur Spitzigen Lun, 2.324 m. Ein Teil der Gruppe machte zuerst noch einen Abstecher auf weglosem Gelände zum Niederjoch, 2.460 m hoch. Über einen Weg am Kamm entlang ging es hinunter bis zur Scharte, dann noch ein kurzer Gegenanstieg bis zum Gipfel der Spitzigen Lun. Dort trafen wir wieder auf den Rest der Truppe. Nach gemütlicher Rast und einem herrlichen Blick zum Ortler machten wir uns an den Abstieg. Unsere heutigen ca. 1000 Höhenmeter waren eine gemütliche Tour gewesen. Am späten Nachmittag verließen wir das Vinschgau in Richtung Heimat. Alle Teilnehmer, das waren Gerd, Angelika, Candidus, Brigitte, Sylvia, Rudi – und natürlich ich – hatten den Kurzurlaub sehr genossen.​
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