guben schweinfurter huette
Es ging zur Guben-Schweinfurter Hütte, h = 2.028 m, in den Stubaier Alpen. Um unseren neuen Mitgliedern auch mal richtige Höhenluft schnuppern zu lassen, suchten wir uns diesmal ein Gebiet aus, wo mehrere Dreitausender zur Auswahl standen. Der Wettergott meinte es gut mit uns, wir hatten puren Sonnenschein. Der Hüttenanstieg von Niederthai war unspektakulär, einfach nur ein Hatsch. Nach knappen zwei Stunden kurze Verschnaufpause an der Hütte. Gepäckabwurf, dann ging es zu elft samt Hund Joki Richtung Gipfel Zwieselbacher Rosskogel, h = 3.081 m. Die Beschreibung – schwere Bergtour – verheimlichten wir unseren neuen Gipfelstürmern wohlweislich. Für Stefanie, Brigitte und Gabi war das Gipfelerlebnis nach drei Stunden Aufstieg unbeschreiblich, war das doch ihr erster Dreitausender. Nach der verdienten Rast kam der beschwerliche Abstieg durch Schotter und Geröll. Für einige endete der Hüttenabend schon kurz nach dem Abendessen im Matratzenlager, auf die Umstände wollen wir hier nicht näher eingehen, der Rest der Gruppe genoß den lauen Abend auf der Terrasse.

Am Sonntag griff dann die geschrumpfte Teilnehmerzahl den nächsten Dreitausender an. In der letzten Gruppenstunde hatten wir unseren Neumitgliedern noch einen Vortag über die Ausrüstung im Hochgebirge gehalten, was so notwendig ist bei einer Bergtour – Mütze, Handschuhe, Regenkleidung, etc. Als wir dann kurz unterhalb des Gipfels vom Hochreichkopf, h = 3.010 m, waren, kam uns doch glatt ein Bergsteigerpaar (wohlgemerkt Ü 60), in Bikini und Badehose entgegen, in der Hand lediglich eine Plastik-Rewe-Tüte. Auf unsere Frage hin, ob sie hier oben den Badestrand suchen, wussten sie keine rechte Antwort. Diese Begegnung der besonderen Artbelustigte unsere Wanderung noch eine ganze Weile, doch sah man mal wieder, wie unbedarft Menschen sich in solch einer Höhe bewegen. Nach drei Stunden erreichten wir den Gipfel, wurden mit herrlicher Fernsicht ohne eine Wolke am Himmel belohnt. Wieder an der Hütte, gab es noch ein kühles Schorle, das eingestellte Gepäck wurde zugeladen, dann machten wir uns an den Abstieg. Ein Teil der Gruppe, der nicht mit zum Gipfel wollte, hatte den Abstieg ins Tal über das Gruejoch, h = 2.750 m, genommen. In Niederthai trafen wir uns alle wieder. Trotz mehr oder weniger großen Wehwehchen wie Schleimbeutelentzündung und vermutlich (verheimlichtem) Muskelkater, wird die nächste Tour schon geplant.