Wie jedes Jahr begehen wir unsere Weihnachtsfeier auf der Otto-Schwegler-Hütte, 1.070 m, im Gunzesrieder Tal. Doch was bedeutet eigentlich Weihnachtsfeier – für uns: tiefverschneite Tannen, Schneegestöber, eine warme Hütte, Glühwein und Plätzchen, dazu Kerzenschein. 33 Mann-stark haben wir dieses Jahr nur einige der Kriterien genossen. Die Anreise erfolgte bereits größtenteils am Freitag, unser Hüttenwart Bernd erwartete uns mit einer warmen Hütte. Die Lager wurden verteilt, ein gemütlicher Hüttenabend begann. Am Samstagmorgen nach dem Frühstück waren die Samstags-Anreisenden überpünktlich, bereits um 9 Uhr wären wir abmarschbereit gewesen. Doch das Wetter –es regnete und stürmte – war nicht so verlockend, sodass man etwas trödelte und auch längst nicht alle konnten sich schließlich doch noch aufraffen, um an einer Wanderung teilzunehmen. Ein kleines Grüppchen machte sich auf zum Rangiswanger Horn, 1.616 m, weiter zum Weiherkopf, 1020 m, bis hin zum Ochsenkopf, 1.050 m. Der größere Teil versuchte sich gleich hinter der Hütte am Brunnen vorbei, direkt hinauf zur Mittelbergalm. Dort erwarteten uns unverhofft starke Böen, der einzige Lichtblick, hier ging der Regen in Schnee über. Durch den Märchenwald schön windgeschützt machte es schon wieder mehr Spaß. Beim Abzweig zur Höllritzer Alm splittete sich die Gruppe, der Großteil jedoch machte sich an den Anstieg zum Bleicher Horn. Der Schnee wurde ständig höher, das Gelände steiler, am Grat kam zudem noch der starke Wind dazu. Am Gipfel des Bleicher Horns, 1.669 m, wurde nur eine kurze Trinkpause gemacht, gleich marschierten wir weiter zum Höllritzer Eck, 1.668 m, um sogleich von dort hinab in die Wanne abzusteigen. Ab der Höllritzer Alpe führte ein Weg direkt ins Tal, ab der Gräfenalpe führte bequem talauswärts eine Teerstraße hinaus.

Doch auch diese war tückisch, da stellenweise eisig gefroren. Nun regnete es auch wieder kräftig, sodass alle pitschenaß waren und die Trocknungsstellen rar wurden.Zurück auf der Hütte gab es mal Kaffee und Kuchen. Doch schon bald wurden erste Stimmen laut, wann denn endlich gekocht werden würde. Didi, unser Küchenmeister, hatte die Helfer fest im Griff, auch wenn es immer mal wieder unterschiedliche Vorstellungen über die Zubereitungen der Mahlzeit gab, griff er beherzt durch und das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen. Es gab Putengeschnetzeltes mit Champignon-Sahne- Soße, dazu Nudeln und gemischter Salat. Alle Mitesser waren begeistert, der eine oder andere Nachschlag wurde sich genehmigt. Wieder gab es einen unterhaltsamen Abend mit Spielen sowie einer Erzählung „Der Ernst des Lebens“ von Linda, wunderbar vorgetragen.
Der Sonntag begann mit Sonnenschein, der uns anschließend den ganzen Tag begleitete. Nach dem Frühstück und der Putzaktion verließ man die Hütte Richtung Ofterschwanger Horn, 1.070 m, zuerst bequem über einen schneefreien Wanderweg, anschließend über eisig gefrorenen Altschnee, immer wieder Eisplatten überquerend, um am Sigiswanger Horn vorbei, Richtung Rangiswanger Horn, 1.616 m, zum Gipfel zu gelangen. Hier wurde eine kurze Rast gemacht, der Abstieg wurde südseitig über den Grat hinab über die Holzschlagalpe gewählt. Über einen bequemen Forstweg erreichten wir alsbald die Otto-Schwegler-Hütte. Dort gab es die große Verabschiedung, für Weihnachtswünsche war es noch zu früh, da wir uns ja zur Jahresabschlußfeier im alten Jahr nochmals treffen wollten.

Teilnehmer: Anne und Bernd, unser Hüttenwartteam, Manfred, Werni, Jürgen, Gerd, Simon, Linda, Christian, Didi, Dohli, Frederik, Irina, Uta, Rupert, Marietta, Laurin, Judith, Magdalena, Jushua, Margit, Markus, Recai, Rudi, Sylvia, nani, Isabella, Candidus, Gabi, Christl, Diana, Andrea, Werner.

OSH Anstieg Rangiswanger Horn
OSH Anstieg Mittelbergalm
OSH Gipfel Rangiswanger