Diesmal wurden Nägel mit Köpfen gemacht, die Kombitour aus Ski- und Schneeschuhgängern konnte stattfinden. Wie berichtet, war im Januar ja eine Winterwanderung daraus geworden. Insgesamt zu 14., davon 8 Skitourengeher und 6 Schneeschuhwanderer traf man sich in Namlos, 1.225 m, am Parkplatz. Zuerst ging es gemächlich entlang einer Fahrstraße südwärts in Brentersbachtal. Schon bald musste immer wieder das Bachbett überquert werden, was ein stetiges an- und abschnallen der Skier bedeutete. Da hatten es die Schneeschuhgeher wesentlich leichter. Nach einem breiteren Stück – eine zu ahnende Wiese – wurde das Tal wieder enger. Mittig im Talkessel machten sich die Schneeschuhgeher rechts hinauf ins Brennhüttental, die Skifahrer links über eine erste Stufe auf einen Rücken ins Faselfeiltal. Es musste eine Altschneelawine überquert werden, die aus zu Eis gefrorenen Brocken bestand. Bald kam man über die zweite Steilstufe, dann hinauf rechts haltend zum Kromsattel, 2.137 m. Hier empfingen uns bereits erste Strumböen, die uns schließlich bis zum Gipfel begleiteten. Vom Joch nun weiter über den breiten Rücken in zahllosen Kehren hinauf zum Tschachaungipfel, 2.334 m.

Der höchste Punkt wurde von einem dürren Gipfelkreuz geschmückt, da kann unser wunderbares Kreuz auf dem Tennenmooskopf im Gunzesrieder Tal wahrlich mithalten. Das Abfellen gestaltete sich schwierig, da die Felle lustig im Sturm flatterten, das verflixte Fixierstück wollte da einfach nicht drauf. Auch Stirnbänder und andere Utensilien machten sich selbstständig. Wir                                nahmen die gleiche Abfahrt wie nach oben, versuchten die Schneeschuhgeher wieder aufzugabeln, was uns aber nicht gelang. Bei Sonne und wenig Wind konnten die Geher das Gipfelerlebnis auf dem Imster Mitterberg, 2.118 m, durchaus genießen. Nach ihrer Mittagspause am kreuzlosen Gipfel marschierten die 6 anschließend wieder abwärts. Wir Skifahrer machten dann erst an einer Hütte unsere Mittagspause, alle waren schon richtig hungrig, anschließend kamen die zahllosen Überquerungen vom Bach, was wieder an- und abschnallen der Skier bedeutete und natürlich ganz schön aufhielt. Lediglich das letzte Stück Ziehweg konnte man gemächlich dahingleiten lassen. Wieder am Parkplatz in Namlos angekommen, verstaute man die Skisachen in den Fahrzeugen und traf sich mit den Gehern beim Wirt.

                                                              Tschachaun 8 Christian Russ auch das kommt vorTschachaun 7 Christian Russ durch den BachOLYMPUS DIGITAL CAMERA

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                               Nun mussten erst mal die erlebten Geschichten ausgetauscht werden, natürlich bei Kaffee und allerlei Leckerem, und auch Franz, der beim Langlaufen im Lechtal weilte, kam noch spontan dazu. Wir Skifahrer mussten uns einiges anhören, von wegen – wir kommen nach der Abfahrt vom Tschachaun gleich noch auf den Mitterberg – so die Töne am Morgen von den Tourengehern. Die Schneeschuhler hatten uns mächtig abgehängt, was für Belustigung aller sorgte. Das Lager der Schneeschuhgeher: Christian, Manfred, Ingrid, Isabella, Didi und Özlem. Die Skifahrer waren: Gerd, Werner, Ruth, Jürgen, Rudi, Uta, Rupert, nani. Der einsame Langläufer: Franz