Dass dies die vorläufig letzte Fahrt im „lockdownwinter light“ sein sollte, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, deshalb war es eine lustige Runde, die da gemeinsam eine gemütliche Tagesfahrt unternahm. Mit einer Gruppenstärke von 21 Mann/Frau ging es nach Mittenwald.
Treffpunkt war der Wegweiser zur Leutaschklamm. Alle waren pünktlich, der steile Anstieg in Serpentinen wurde durch interessante Gespräche verkürzt. Wegen der Pandemie durfte die Klamm jedoch nur einseitig begangen werden, wir mussten also umdisponieren und einen Umweg in Kauf nehmen. Wie anfangs erwähnt, hatten wir eine leichte Rundwanderung ausgesucht, die lediglich eine Stelle mit Felskontakt beinhaltete. Ansonsten nur grasige Hügel, urplötzlich fand man sich am Gipfel des Grünkopfs, 1.587 m, der während der ganzen Wanderung nicht gesichtet werden konnte. Auf große Abstände bedacht, belagerten wir das Gipfelplateau mit einem wunderbaren Blick auf die Wettersteinspitze. Wir rückten nur für die schon zur Tradition gewordenen Gruppenbilder, die als Andenken an alle Teilnehmer verteilt werden, kurzzeitig zusammen. Nachdem alle ihre Brotzeit verspeist hatten, führte unsere weitere Route über den Franzosensteig, der bald hinab zum Ferchen- und Lautersee führte. Immer wieder landschaftlich wunderbare Ausblicke hinab zu den Seen, am Lautersee wurde dann gemeinsam eingekehrt. Es war inzwischen später Nachmittag, wir mahnten zum Aufbruch, unser Weg geleitete uns zuerst am See entlang, anschließend auf den Rücken hinauf Richtung Ederkanzel, bald aber bogen wir rechts ab, da wir ja noch die Leutaschklamm durchlaufen wollten. Wie erstaunt waren wir, dass die Begehung nichts kostete. Hoch oben auf durchsichtigen Gitterelementen konnte man das Hinabrauschen des Wassers beobachten. Zweimal überquerten wir den Bach, der tief unten tosend seinen Weg ins Tal suchte. Bald verließen wir den Wasserlauf und wanderten das letzte Stück zurück zum Ort, wo die Fahrzeuge geparkt waren. Die Heimfahrt verlief wie immer, zähfließend mit Stau, was aber inzwischen zu schönen Wandertagen einfach schon dazugehört. Wir, die da waren Ingrid, Özlem, Simon, Gerd, Rudi, Werni, Birte, Jürgen, Christl, Candidus, Dohli, Brigitta, Maria, Franz, Gotlind, Judith, Carmen, Christian, Uta, Rupert und ich, hatten insgesamt 18,3 km und 1.111 Höhenmeter gemacht.
Obwohl alle gesund waren und auch niemand krank wurde, haben wir schweren Herzens alle weiteren Aktivitäten bis zum Jahresende abgesagt. Wir wollen einen aktiven Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten und hoffen, dass die Entbehrungen, evtl. Einsamkeiten nun doch schnellstmöglich zum erwünschten Erfolg führen.
Ich hoffe, hier bald wieder über unsere Aktivitäten beri                               chten zu können                               – bis                                dahin – bleibt gesund.