Priener Hütte MühlhörndlEigentlich sollte es ja ein Skitouren Wochenende werden. Doch noch immer hatte sich die Schneesituation nicht gebessert. Absagen wollten wir die gebuchte Hütte aber auch nicht, also wurde daraus ein Wanderwochenende. Von Huben aus, das auf einer Höhe von ca. 725 m liegt, ging es los Richtung Priener Hütte, 1.411 m. Ganz verwundert kamen wir bei der Hütte an, da hatte es schon knappe 30 cm Schnee und es schneite munter weiter. Nach kurzer Rast und Quartierbezug wurde der Gipfel des Geigelsteins, 1.813 m, in Angriff genommen. Oben am Gipfel pfiff ein kalter Wind, lediglich ein einsamer Skitourengänger war unterwegs, wir allesamt traurig, daß wir die Skitourenausrüstung zuhause gelassen hatten. Beim Abstieg zum Breitenstein, 1.661 m, waren wir jedoch schon wieder versöhnt, Bruchharsch, eisig verblasen, es wären mehrere Tragepassagen zu bewältigen gewesen. Auch am Breitenstein war es eisig kalt, deshalb machten wir uns sofort an den Abstieg, mußten jedoch noch ein Wildschutzgebiet umgehen, sodass sich die Tour lt. GPS-Daten letztendlich doch auf fast 14 km Länge und 1.357 Höhenmeter ausgedehnt hatte. Müde, hungrig und nass kamen wir an der Priener Hütte an. Der Sonntag verwöhnte uns mit Super-Wetter, als Ziel hatten wir das Mühlhörndl, 1.519 m, ausgewählt. Allesamt, das waren Brigitte, Claudia, Thomas, Reinhold, Rudi, Kanidus und ich, kamen trotz argem Stapfen – es hatte ja die ganze Nacht durchgeschneit- am Gipfel an. Reinhold machte seine erste Erfahrung mit Schneeschuhen, die er ausgeliehen hatte, die mit einer Rutsch-Sturz-Partie endete. Hier hatten wir noch Glück, es passierte – außer ein paar Kratzern – nichts. Zurück bei der Hütte, wurde das Gepäck aufgenommen, natürlich gab es vorher auf der Sonnenterrasse noch einen Kaffee. Beim Talabstieg hatten wir leider nicht mehr so viel Glück, Kandidus stürzte unglücklich, kugelte sich dabei die Schulter aus. Der zufällig sofort vorbeikommende Arzt und auch die Bergwacht beschlossen, den Hubschrauber zu verständigen. Kandidus kam nach Schwabing ins Krankenhaus, wo wir ihn einige Stunden später, eingekugelt und geschient, wieder mitnehmen konnten. Müde und froh, daß sich doch noch alles als nicht so schlimm herausgestellt hatte, kamen wir an diesem Sonntag spät nach Hause.
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