Füssener Hütte 1Trotz der Ansage von Dauerregen und Schneefall bis auf 1700 Metern hinab waren schließlich doch noch 7 Leute am verabredeten Treffpunkt. Alle Aufstiegsvarianten, wie z. B. über den Breitenberg, weiter über den Aggenstein und die Vilser Scharte, fielen buchstäblich ins Wasser. Wir wählten den kürzesten Weg von der Bärenfalle über die Musauer Alm. Wie getaufte Mäuse sahen wir aus, als wir an der Hütte ankamen. Selbst die Allerhärtesten hatten keine große Lust, irgendwelche Gipfel zu erklimmen. Alle waren beschäftigt mit Klamotten aufhängen und Schuhen – ausgestopft mit Zeitung – zu trocknen. Auch der Sonntag sah nicht vielversprechend aus. Kaum auf den Beinen, setzte wieder Dauerregen ein. Wir entschieden, auf die Große Schlicke zu gehen, die mit ihren 2.059 Metern wenigstens knapp über der 2000 Meterlinie war. Oben hatte es geschneit, es wehte ein eisiger Wind, der mir mein Regenkappi über die Kante blies – aber war auch schon egal. Den Abstieg wählten wir als Rundweg, sodass wir über ein Wiesenweglein direkt bei der Musauer Alm ankamen. Das Gepäck hatten wir komplett dabei – wenigstens eine Anstrengung, wenn schon das ganze Wochenende eher unanstrengend war. Nach einer kurzen Kaffeepause – es tröpfelte immer noch – setzten wir unseren Abstieg fort und kamen an diesem Wochenende relativ früh nach Hause.
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