DSCN8454Ein Wanderwochenende im Karwendel war angesagt. Als Übernachtungsdomizil diente uns die Pfeishütte. Mit 17 Mann (und Frau) machten wir uns am frühen Samstagmorgen auf in Richtung Innsbruck, schon gespannt, wie man durch die Fahrverbote im Ösi-Land wohl zum Parkplatz Hungerburg gelangen würde. Jedoch alles ganz entspannt, von Sperrungen oder Polizeiaufgebot weit und breit keine Spur. Wir kamen also durch Innsbruck zum gebührenpflichtigen Parkplatz, sammelten uns dort, um gleich noch ein Fahrzeug zum Parkplatz Thaurer Alm umzusetzen, da wir ja eine Rundtour machen wollten. Es wurde schon sehr genau nachgefragt, ob der richtige Autoschlüssel auch am Mann war. Endlich also marschierten wir zur Bahn, gönnten uns eine Bergfahrt bis hinauf zum Hafelekarhaus, 2.269 m. Oben erwartete uns ein kalter Wind, Nebel und somit null Sicht. Als alle in Regenkleidung gehüllt waren, stiegen wir zur Hafelekarspitze, 2.334 m, auf, die quasi im Vorbeigehen mitgenommen werden konnte. Kurzes Gipfelbild, dann gleich weiter zum Gleierschjöchl immer schön dem Goetheweg nach. Dies ist ein wunderbarer Weg, der einem – wenn denn Sicht besteht – einen wunderbaren Weitblick beschert. Immer auf und ab bis zur Mändlscharte, 2.314 m, dann zackig hinab bis zur Pfeishütte, die auf 1.922 m liegt. Wir durften gleich Quartier beziehen und als alle Notdürftigkeiten erledigt waren, führte uns unser Weg zum Stempeljoch, 2.215 m. Alsdann scharf rechts hinauf zur Pfeiserspitze, 2.347 m, deren Gipfelaufschwung ein Steig bis zum Schwierigkeitsgrad II ist. Alle kamen oben an, kurze Augenblicke konnte man durch den aufreißenden Nebel bis ins Tal sehen, doch wir hielten uns hier nicht allzu lange auf, da der Platz sehr begrenzt und es auch empfindlich kühl war. Nachdem wir den Steig hinter uns gelassen hatten, kürzten wir den Weg hinab direkt durch ein Geröllfeld ab. Die Bergschuhe litten, aber Verluste wurden hingenommen. Beim weiteren Abstieg hielten wir uns links vom Tal, querten zur Übung ein Schneefeld und kamen anschließend zur Kreuzjochspitze, 2.160 m. Wir genossen die herrliche Aussicht über ganz Innsbruck, nahmen anschließend auf dem Bänklein von Vroni und Michi (dem Hüttenwartpaar von der Pfeishütte) Platz. Doch die Kälte vertrieb uns bald, bei den letzten Metern runter mussten wir uns sputen, da das Abendessen um 18 Uhr auf dem Tisch stand. Nach dem gemütlichen Hüttenabend ging es bald ins Matratzenlager.
Pfeishütte Abfahrt übers Geröllfeld
Pfeishütte Abstieg über s StempeljochPfeishütte Adler
Pfeishütte Goetheweg JochPfeishütte Gipfelkreuz Hafelekar bearjpg



Peishütte Geotheweg
Am nächsten Morgen war um 7 Uhr Frühstück angesagt, bereits um 8 Uhr versammelte man sich vor der Hütte. Wieder führte uns unser Weg zur Stempeljochscharte, dort deponierten einige ihren Rucksack, um dann leichtfüßig zum Gipfel der Stempeljochspitze, 2.529 m, zu marschieren. Inzwischen wurde die Sicht immer besser, wieder wunderbare Ausblicke. Beim Abstieg gab es leider einen aufgeschundenen Finger und ein dickes Knie, was bei dem Gebrösel vom Karwendel nichts verwunderliches ist. Wieder an der Scharte, wurde das Gepäck aufgenommen, es begann der nordseitige Abstieg der Scharte. Hier waren noch einige Schneefelder zu passieren, zu bestaunen waren mehrere Bergler, die mit Motorsägen Stufen in den Schnee sägten, um dann die Eisblöcke mit Getöse Richtung Tal rumpeln zu lassen.

Pfeishütte Aufstieg in SerpentinenPfeishütte Ausblick auf Innsbruck vom Kreuzjöchl


Pfeishütte Ankunft
Anschließend kam ein großes Geröllfeld, das jeder in seinem Tempo hinter sich bringen konnte. Bald hatten wir wieder Wald- und Wiesengelände erreicht. Unser nächstes Ziel war das Thörl. Kurz vor dem Aufschwung kamen wir an einem Hinweisschild vorbei, das vor Felssturz warnte. Nachdem aber alle keine Lust hatten, alles zurück zu gehen, bzw. in ein anderes Tal abzusteigen, schickten wir den Mutigsten vor, um zu prüfen, ob hier alles im grünen Bereich war. Wir konnten nichts gefährliches entdecken, also stapften wir alle hinauf, 1.773 m, um dort dann unsere Mittagspause zu machen. Zwei Personen machten sich anschließend auf den Weg direkt zur Thaurer Alm, 1.464 m, der Rest bestieg den Thaurer Zunterberg, 1.918 m. Netter grasiger Hügel mit Blick auf die „Hohen“, weiter zur Kaisersäule, auch hübsch anzusehen. Nun endlich führte uns der Weg zur Thaurer Alm, dort wurde eingekehrt, eine willkommene Abwechslung für unsere Oberschenkelmuskulatur, die insgesamt über 2.000 Höhenmeter abbremsen musste. Am späten Nachmittag dann weiter ins Tal, in der Hoffnung, genau an dem Parkplatz anzukommen, wo tags zuvor das Rückfahrauto abgestellt worden war. Alles paletti - die Autofahrer holten hiermit die fehlenden Fahrzeuge, wir badeten derweil im Brunnen. Die Heimfahrt verlief reibungslos.
Pfeishütte Goetheweg einsamPfeishütte WeitblickPfeishütte StempeljochspitzePfeishütte KaisersäulePfeishütte Gipfel Thaurer Zunderkopf bearjpgDabei waren: Christian, Judith, Karin, Christl, Andreas, Christian, Victoria, Jürgen, Ingrid, Franz, Linda, Gerd, Didi, Rudi, Dohli, Diana, naniPfeishütte FußbaPfeishütte Gipfel StempeljochspitzePfeishütte orginelles SchildPfeishütte Pfeiser Spitze bearjpgPfeishütte bearjpgPfeishütte Steig Pfeiser Spitze bearjpg