Zum KaiserjochhausTunnelpassageFür die Gruppenfahrt im September war das Lechtal unser Ziel. Wir wollten eine Rundtour von der F.-Simms-Hütte zum Kaiserjochhaus machen. Für 2/3 der Gruppe begann der Samstag um 7 Uhr. Treffpunkt war Göggingen, von dort führte der Weg nach Stockach. 1.070 m zum gebührenpflichtigen Parkplatz. Zuerst musste noch ein Fahrzeug nach Kaisers geschafft werden, Wie auf dem MondSteil hinausda es ja eine Rundtour werden sollte. Der erste Teil des Weges war ein breiter Forstweg, doch sehr abwechslungsreich mit vielen Tunneln, anfangs durch steiles Felsgelände, urplötzlich weitet sich das Tal mit Weideflächen. Bereits an der Sulzlalm wurde eingekehrt, der beliebte Kaiserschmarrn wurde sich verkniffen, den wollte man ja auf der Frederic-Simmshütte, 2.002 m, unserem Nachtquartier, genießen. Der Hüttenanstieg mit knapp 8 km und 932 Höhenmetern war moderat, nur im letzten Stück mussten steile Serpentinen bewältigt werden. Als man am Schild – Gott sei dank – vorbei kam, war es auch fast schon geschafft. Am Nachmittag war Ankunft bei der Hütte und nachdem der „Treiber“ ja erst nachkommen wollte, entschied man sich, gemütliche Stunden rund um die Hütte mit einer kleinen Erkundungstour zu verbringen. Später wurde dann vom Wellness-Samstag gesprochen.ber Stock und SteinDurstFröhliche Gesichter
Gipfel FeuerspitzeVor dem Klämmle
Die Nachhut, zu der auch ich gehörte, kam erst kurz vor Dunkelheit zur Hütte, wir hatten uns mächtig abgehetzt, um nicht mit Stirnlampe laufen zu müssen. Der Hüttenabend verlief zünftig, ein spontanes Hackbrett-Gitarren-Konzert sorgte für mächtige Stimmung. Die Heiterkeit der Gruppe sank kurzfristig, als uns das Hüttenteam bekannt gab, dass es keinen Kaiserschmarrn auf der Speisekarte gab. Die Hütte war total überfüllt, auf allen Gängen lagen verteilt Matratzen, im Lager musste man keine Angst haben, zu frieren. Aber auch diese Nacht verging, im Morgengrauen wurde man dann mit Zittermusik anstatt Wecker geweckt, mal was anderes. Bereits kurz vor 8 Uhr standen wir vor der Hütte, im Schatten noch unangenehm kühl, Stirnband und Handschuhe waren Gold wert. Unser erstes Ziel war das Kälberlahnzugjoch, 2.585m, anschließend Abstieg, wieder hinauf zum Stierlahnzugjoch, 2.596 m. Der Weg führt an einer Quelle, die direkt aus dem Felsen sprudelt vorbei, hier wurden die Wasserflaschen gefüllt, weiter hinauf zum Gipfel der Feuerspitze, 2.852 m. Landschaftlich sehr eindrucksvoll, man fühlte sich wie auf dem Mond. Wir waren ganz alleine, wunderbarer Ausblick, anschließend auf gleichem Weg wieder hinab zum Stierlahnzugjoch. Dort machten wir unsere Essenspause, da einige ihre Rucksäcke dort deponiert hatten und somit keine Brotzeit am Gipfel vertilgt werden konnte. Wir schlugen alsdann den Weg „Notabstieg Kaisers“ ein, um bald auf den Weg 636 zu gelangen. Am tiefsten Punkt, ca. 2.324 m, musste das Klämmle (nette Kletterei mit Seilversicherung) erklommen werden. Zuerst gab es einige entsetzte Gesichter, doch abschließend hatten alle mächtig Spaß beim Gekraxele. Wir kamen zum Hinterseejöchl, 2.482 m, dann ging es südseitig auf und ab über die Kridlonscharte, 2.371 m, vorbei am Kreuzkopf und Grieskopf, um endlich am frühen Nachmittag zum Kaiserjochhaus, 2.310 m, zu gelangen. Dort nahm man auf der Sonnenterrasse Platz, es gab den ersehnten Kaiserschmarrn, der uns ja auf der Simmshütte verwehrt worden war. Nach der Stärkung machten wir uns auf den Weg zum Abstieg nach Kaisers.
Kaiserjochhaus
Klämmle


Den Steinbock im VisierDer Weg führte steil in vielen Serpentinen durchs Jägerlerch zur Kaiseralpe, 1.689 m. Hier wurde sich nochmals gesammelt, um den nun gemütlichen Abstieg auf der Forststraße nach Kaisers, 1.500 m, zu bewerkstelligen. Jürgen hatte auf dem Weg Armin, einen einzelnen Bergsteiger, kennen gelernt, der uns anbot, sein Auto mit uns vollzuladen und in Stockach abzusetzen, so sparten wir uns das Hin- und Herfahren und somit fast eine Stunde. In Kaisers musste dann noch das Fahrzeug gesucht werden, gottseidank, es stand am Parkplatz des Edelweißhauses – irgendwie sah heute, als man von oben kam, alles anders aus, als bei der vom Tal kommenden Abstellaktion. Knappe 20 km Wegstrecke und geschätzte 1500 Höhenmeter hatten wir bewerkstelligt, Leider standen wir bei der Heimfahrt im Stau, doch das konnte uns das wunderbare Wochenende nicht vermiesen.

Nach Abzug der Krankenfälle waren noch dabei : Manfred, Jürgen, Judith, Diana, Gerd, Rudi, Gotlind, Uta, Ulrike, naniFrederic Simms HütteRast am JochVor der FeuerspitzeVor der Simms HütteIMG 20190916 WA0005IMG 20190916 WA0006Lechtal 1Lechtal 3Lechtal 4