Die UNESCO rief das Jahr 2025 als „Internationales Jahr der Erhaltung der Gletscher“ und den 21. März jährlich als „Weltgletschertag“ aus, um weltweit das Bewusstsein für die wichtige Rolle von Schnee und Gletschern für das globale Klima zu schärfen. Gleichzeitig wurde auf die mit dem Gletscherrückgang einhergehenden wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen hingewiesen. Stichworte dazu sind steigende Meeresspiegel, fehlendes Süßwasser, verringerte Biodiversität, Rückgang der Permafrostgebiete und ein erhöhtes Katastrophenrisiko. Ebenso befasste sich der letztjährige Internationale Tag der Berge am 11. Dezember unter dem Titel „Glaciers matter for water, food and livelihoods in mountains and beyond“ – „Gletscher sind wichtig für Wasser, Nahrung und Lebensgrundlagen in den Bergen und darüber hinaus“ mit diesen Sachverhalten.
Vor wenigen Jahrzehnten nannte man die Gletscherflächen noch „ewiges Eis“. Aber dieser Begriff gilt nicht mehr. Heute spricht man von vergangenem oder vergehendem Eis. Messungen und Hochrechnungen ergeben, dass bis Ende des Jahrhunderts fast alle alpinen Gletscher verschwunden sein werden. Öde, braune Schuttmassen, auf denen die Seilbahnstützen nicht mehr funktionierender Skigebiete vor sich hin rosten, und Felsgebiete werden zurückbleiben.