Der Wettergott meinte es gut mit uns beim Skitourenwochenende rund um Innsbruck. „Cityflair & Mountainair“ lautete das Motto. Da der Nordsektor wie den gesamten Winter über von einem heimtückischen Altschneeproblem durchsetzt war und die Schneedecke in den klaren Nächten perfekt abstrahlen konnte, boten sich Firntouren im Südsektor an. Am ersten Tag gingen wir aus dem Skigebiet Axamer Lizum ins Lizumer Kar auf den Widdersberg. Hierbei konnten wir gleich am ersten Hang unsere Spitzkehrentechnik für die kommenden Tage optimieren. Die Kulisse war beeindruckend, dolomitenflair ähnelnd direkt im Angesicht der Kalkkögel. Am zweiten Tag fuhren wir früh mit dem ersten Bus in Richtung Gries im Sellrain und stiegen südseitig Richtung Rosskogel auf. Die einsamen Firnhänge mussten wir uns an diesem Tag hart erarbeiten und zunächst eine längere Tragepassage durch einen steilen Bergwald in Kauf nehmen. Oben zeigte sich, dass auf den Südosthängen deutlich mehr Schnee lag als auf den Südwestseiten. Aufgrund der Flexibilität, nicht zum Ausgangsort zurückkehren zu müssen, nahmen wir den Weg ins Tal nach Untermarendebach, wo uns der Bus wieder sicher in die Stadt brachte. Noch in Skiklamotten genossen wir die Atmosphäre in der Innenstadt bei einer Kugel Eis. Am Abend kehrten wir gemütlich beim Burenwirt mit traditioneller Tiroler Kost ein. Am Sonntag starteten wir erneut früh in der Axamer Lizum und stiegen zur Nockspitze auf. Nach einem Schneedeckentest in der Nähe des Birgitzköpflhauses entschieden wir uns für den Aufstieg über die (Süd-)Westseite. Am Gipfel angekommen genossen wir den herrlichen Rundumblick oberhalb der Stadt, der vom Karwendel, den Tuxer-, Stubaier Alpen bis ins Lechtal reichte und fuhren bei perfekten Firnbedingungen ins Tal.