Der April macht, was er will. So war beim Skitourenwochenende im Sellrain alles mit dabei. Los ging es im Schneeregen auf der verwaisten Rodelbahn und weiter ins Gleirschtal auf die malerisch gelegene Pforzheimer Hütte. Das reichhaltige Abendessen und die freundliche Bewirtung überzeugte uns vollends. Der Niederschlag vom Freitag sollte etwas Positives haben: In höheren Lagen war die Altschneedecke ausreichend verfestigt, sodass wir nordseitig an den Sonnenwänden viele unberührte Pulverschwünge abstauben konnten. Der Lawinenlagebericht für Sonntag versprach nichts Gutes: „Die Schneeoberfläche kühlt in der bedeckten Nacht kaum ab.“ Der Himmel schien allerdings bis spät abends klar zu sein, so haben wir uns entschieden, die Verfestigung der Schneedecke in der Früh selbst zu evaluieren. Auch die Nacht war entgegen der Vorhersage überwiegend klar, weshalb sich ein ca. 10cm massiver Harschdeckel ausbilden konnte. Somit stand einer anspruchsvollen Firntour nichts im Wege, sodass wir den Weg zum Zwieselbacher Rosskogel antraten. Den steilen Aufstieg mit Harscheisen meisterten alle Teilnehmenden mit Bravur. Hereinziehender Saharastaub trübte etwas die Fernsicht, ließ uns aber mehr Zeit für eine Gipfelbrotzeit, womit wir anschließend die Firnabfahrt genießen konnten. An der Hütte gabelten wir unser restliches Gepäck auf und fuhren die letzten Meter auf der Rodelbahn bis zum Parkplatz ab.