Als siebenköpfige, harmonische Sportlergruppe machten wir uns auf den Weg durch die eindrucksvolle Welt der Ötztaler Alpen. Auf dem Programm standen zwei großartige Gipfel: der Similaun und der Fluchtkogel. Dazwischen boten uns die Martin-Busch-Hütte, das Hochjoch-Hospiz und die Vernagthütte willkommene Orte zum Durchatmen, Erholen und Genießen. Die Tiroler Gastfreundschaft, die hervorragende Bewirtung und die herzliche Atmosphäre auf den Hütten stärkten nicht nur die Beine, sondern auch die Stimmung in der Gruppe.
Besonders in Erinnerung bleiben die Firnhänge, die grandiose Fernsicht über die Zentralalpen und dieses besondere Gefühl, inmitten einer mächtigen, aber beruhigenden Berglandschaft unterwegs zu sein. Die Ötztaler zeigten sich an den ersten Tagen von ihrer sonnigen Seite. Am letzten Tag erinnerten uns unsere großen Freunde, die Berge, dann aber eindrucksvoll daran, wie klein wir Menschen in dieser Umgebung eigentlich sind. Vor allem an den beiden Steilstufen am Brochkogeljoch und am Mitterkarjoch war Konzentration gefragt.
Dank unserer beiden souveränen Skihochtourenführer Christoph Hunglinger und Nico meisterte die Gruppe auch diese anspruchsvollen Passagen sicher und mit viel Vertrauen. Ihre ruhige Führung, Erfahrung und klare Einschätzung der Verhältnisse gaben uns jederzeit das gute Gefühl, gemeinsam richtig unterwegs zu sein.
Wie so oft im Spätwinter hieß es stellenweise auch: Ski auf den Buckel und dem Schnee entgegenkämpfen. Doch insgesamt waren die Bedingungen vor Ort deutlich besser als manche Vorabwerte vermuten ließen – etwa die Einschätzung im Skitouren-Guru. Wieder einmal zeigte sich, wie wichtig der letzte Teil des Lawinenmantras ist: die Beurteilung direkt vor Ort. Zahlen, Prognosen und Modelle sind hilfreich, aber der Blick in den Hang, die Erfahrung und die gemeinsame Entscheidung im Gelände bleiben unverzichtbar.
Am Ende stehen rund 4.500 Höhenmeter, viele starke Eindrücke und das schöne Gefühl, als Gruppe gemeinsam etwas Besonderes erlebt zu haben. Unsere Erinnerung gilt den glitzernden Firnhängen, der stillen Weite der Hochgebirgslandschaft und den großartigen Blicken über die Zentralalpen – nicht dem traurigen Anblick der Gletscher, die leider immer mehr zur Vergangenheit werden.
Wir sagen Danke an Christoph Hunglinger und Nico Rebing für die sichere Führung, die Gelassenheit und die unvergesslichen Tage in den Ötztaler Alpen.