...hat es genügend Schnee für Skitouren, oder doch
zumindest für Schneeschuhe .... das war hier die Frage ...
Wieder mal war bei der Anreise nicht klar, wie viel Schnee nun wirklich lag, es wurden sämtliche Webcams in der Umgebung geplagt, doch da nicht klar war, wie weit der Schnee wirklich bis unten reicht, packten wir sämtliches Equipment ein, das jeder einzelne besaß.
Der Freitag war der klassische Anreisetag, ein Fahrzeug mit glücklichen Urlaubern reiste schon morgens ins Allgäu, sie machten bei herrlichem Wetter von Oberjoch aus eine schöne Runde zum Spieser, 1.651 m, und genossen dabei die Sonne. Der Rest der Crew trudelte im Laufe des Nachmittages beim Haus Unterjoch, 1.033 m, ein. Wir hatten eine Unterkunft mit Hüttenwart, die Verköstigung mussten wir selber bewältigen. Martin war diesmal der Chefeinkäufer und wir hofften, dass die Vorräte für alle reichen würden. Wir waren eine kleine Gruppe und hatten das komplette Haus für uns, quasi gefühlt für jeden ein Einzelzimmer.
Am nächsten Morgen, nachdem wir gefrühstückt hatten, marschierten wir direkt von der Unterkunft (ausgestattet mit Schneeschuhen und Gröteln) Richtung Obergschwend. Von dort führte uns unser Weg über die Buchelalpe hinauf zum Wertacher Hörnle, 1.695 m. Am Südgipfel wurde gewartet, bis der Letzte oben war, dann ging es gemeinsam, inzwischen mit Schneeschuhen, wer hatte, hinüber zum eigentlichen Gipfel mit Kreuz. Dort wurde eine kleine Rast eingelegt. Für diejenigen, die ihre Schneeschuhe im Tal gelassen hatten, hieß es, den Rückweg wie den Aufstieg zurück ins Tal zu gestalten. Der Rest wollte hinüber zum Spießer, 1.651 m, was aber ohne die Treter schlichtweg nicht zu machen war.
Erst mal also mussten wir hinab bis zum, na sagen wir mal Joch, dann kam der Gegenanstieg hinauf durch die Rinne zum Gipfel. Alle stapften tapfer mit ihren Schneeschuhen, was bei diesen Bedingungen schon eine kleine Herausforderung war. Am Gipfel dann nochmals eine Rast, das Wetter verschlechterte sich. Wir wanderten am Hirschberg vorbei, dann wurde es unangenehm steil, die Schneebeschaffenheit ließ zu wünschen übrig, bei jedem Tritt rutschte alles bis zum Untergrund mit weg. Endlich erreichten wir die Skipiste, da wurde das Gehen wieder entspannter. Allesamt waren froh, endlich wieder im Quartier einzutreffen. Die große Runde umfasste knapp 17 Kilometer und 935 Höhenmeter.
Kaum waren wir angekommen, fing es auch schon an zu graupeln und regnen, Das gemeinsame Abendessen war sehr gelungen, Spagetti Bolognese und Salat, alle wurden satt. Auch für einen Nachtisch war noch gesorgt, es wurde ein entspannter Abend.
Am nächsten Morgen wurde das Haus nach dem Frühstück verlassen, wir fuhren nach Zöblen, natürlich vorher mit einem Tankstopp, da das Tanken in Österreich viel günstiger war. Am Liftparkplatz, 1.088 m, verließen wir unsere Fahrzeuge, um, als Kombitour - Ski- und Schneeschuhe - hinauf zum Zirleseck, 1.872 m, zu steigen. Die erste Etappe führte uns steil über Pistengelände hinauf, dann etwas flacher durch Wald- und Latschengebiet, um dann über zwei Steilpassagen hinauf zum Grat bis zum unscheinbaren Gipfel zu gelangen. Der Ausblick hinüber zum Gaißhorn war herrlich und auch die Aufstiegsroute über Fels und Stein bei der Rohnenspitze hatte etwas Majestätisches.
Nach der gemeinsamen Rast waren die Skifahrer eindeutig im Vorteil, ein paar Schwünge und nie mehr gesehen, die Wanderer plagten sich über steiles Gelände wieder hinab ins Tal. Heute hatten wir knapp 800 Höhenmeter und gerade mal 8 Kilometer geschafft, die Aussicht war aber dafür um einiges genialer als am Vortag. Die Heimfahrt gestaltete sich problemlos.